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Greggs‘ (LSE:GRG)-Aktien waren in den letzten Jahren eine schlechte Investition. Hätte ein Investor vor zwei Jahren 5.000 £ in das Lebensmittelunternehmen für unterwegs gesteckt, hätte er jetzt etwa 2.950 £ (ohne Berücksichtigung der Dividenden).
Ist das Spiel für diesen einst legendären Spieler vorbei? FTSE 250 Aktie? Oder könnte eine Erholung in Sicht sein?
Das Wachstum ist ins Stocken geraten
Greggs ist ein solides Unternehmen. Es verfügt nicht nur über eine starke Marken- und Marktposition, sondern ist in der Regel auch recht profitabel.
Wenn ich mir die Aktie heute ansehe, sehe ich jedoch ein paar Warnsignale. Das erste ist, dass sich das Wachstum wirklich verlangsamt hat. In den ersten neun Wochen des Jahres betrug das flächenbereinigte Umsatzwachstum beispielsweise nur 1,6 %. Das ist ziemlich enttäuschend.
Ich denke, Greggs steht hier vor zwei Hauptproblemen. Einer davon ist, dass die britischen Verbraucher knapp bei Kasse sind (der jüngste Anstieg der Ölpreise wird nicht helfen). Das andere ist, dass GLP-1-Medikamente zur Gewichtsreduktion (z Mounjaro Und Wege) beginnen sich auf die Konsumtrends auszuwirken. Diese Medikamente scheinen die Nachfrage nach seinen kalorienreichen Steakaufläufen, Wurstbrötchen und süßen Leckereien zu verringern.
Man könnte auch argumentieren, dass es in der Produktpalette nicht genug Innovationen gegeben hat. Greggs hat kürzlich einige gesündere Optionen hinzugefügt, aber meiner Meinung nach ist das Angebot insgesamt etwas altbacken.
Hohes Short-Interesse
Abgesehen von der Geschäftsentwicklung ist ein weiteres Warnsignal das Short-Interesse (der Anteil der Aktien der Gruppe, auf den institutionelle Anleger setzen, wird sinken). Im Moment ist sie mit 12,5 % wirklich hoch.
Heute ist Greggs eine der Aktien mit den meisten Leerverkäufen im Vereinigten Königreich, und 13 Fonds wetten dagegen (es gibt wahrscheinlich noch mehr, da Institutionen der FCA nur Leerverkaufspositionen melden müssen, die mehr als 0,5 % des Streubesitzes ausmachen). Dies zeigt uns, dass die institutionelle Stimmung sehr pessimistisch ist.
Offensichtlich gehen viele Institute davon aus, dass die Aktie weiter fallen wird. Vielleicht gehen sie davon aus, dass die kommenden Handelsaktualisierungen schlecht ausfallen werden?
Es ist erwähnenswert, dass Leerverkäufer nicht immer alles richtig machen. Aber es ist besorgniserregend, wenn viele verschiedene Fonds gegen eine Aktie wetten.
Stimmung der Broker
Erwähnenswert ist außerdem, dass sich die Stimmung der Broker abgekühlt hat. Zum Beispiel Analysten von Jefferies hat die Aktie kürzlich von „Kaufen“ auf „Halten“ herabgestuft und ihr Kursziel von 2.500 Pence auf 1.610 Pence gesenkt (ungefähr der aktuelle Aktienkurs).
„Wir sind zunehmend der Ansicht, dass die schnelle Einnahme von GLP-1-Medikamenten zur Gewichtsabnahme Auswirkungen auf Greggs hat.“
Analysten bei Jefferies
Das wird dem Aktienkurs nicht helfen. Gewinnherabstufungen und Kurszielsenkungen können eine Aktie erheblich unter Druck setzen.
Können sie sich erholen?
Trotz all dieser negativen Aspekte glaube ich nicht, dass das Spiel für Greggs vorbei ist. Irgendwann besteht durchaus Spielraum für eine Erholung. Sollten Zinsen und Ölpreise sinken, könnten die Konsumausgaben anziehen. Wenn das Unternehmen in der Zwischenzeit einige aufregendere/gesündere Lebensmitteloptionen auf den Markt bringen kann, könnte das Interesse zunehmen.
Sollte sich die Geschäftsentwicklung verbessern, könnten die Aktien steigen. Denn die Bewertung ist heute relativ niedrig. Derzeit ist die zukunftsweisende Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)-Verhältnis beträgt nur 12. Was die Dividendenrendite es sind etwa 4,5 %.
Angesichts des hohen Leerverkaufsinteresses glaube ich jedoch nicht, dass jetzt der beste Zeitpunkt ist, über einen Kauf nachzudenken. Meiner Meinung nach gibt es heute sicherere Aktien, die man verfolgen sollte.

