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Die Top-Inhaber von Ethereum verdoppeln ihre Größe, wenn Token und Stablecoins in die On-Chain-Bewertungen einbezogen werden.
Zusammenfassung
- Die Aggregation der ETH mit Token zeigt, dass die Top-Inhaber 426 Milliarden US-Dollar kontrollieren, mehr als doppelt so viel wie die reine ETH-Rangliste zeigt.
- Die Einbeziehung von ERC-20s verändert die Machtsicht, da Smart Contracts fast 40 % der Top-Ethereum-Guthaben halten.
- Neue PPI-Metrik weist auf selbstgeschaffenes DeFi-Engagement hin und warnt vor Fragilität, wenn Verkaufsdruck Abwicklungsrisiken auslöst.
Die Bilanz von Ethereum sieht nicht mehr so aus wie vor ein paar Jahren.
Eine neue On-Chain-Analyse hat ergeben, dass 58 % des von den größten Adressen von Ethereum gehaltenen Kapitals außerhalb von Ethereum liegen Ethereum (ETH) vollständig – sitzt in ERC-20-Tokens und Stablecoins, die herkömmliche Rankings einfach nicht erfassen.
Betrachtet man die Ethereum-Adressen allein nach dem ETH-Guthaben, verfügen die Top 10.000 über einen Gesamtwert von 189 Milliarden US-Dollar. Ordnen Sie dieselben Adressen nach Gesamtvermögen – ETH plus ERC-20-Token und Stablecoins – und diese Zahl steigt auf 426 Milliarden US-Dollar. Das Kapital, das an der Spitze der Wirtschaft von Ethereum steht, ist mehr als doppelt so groß, wie herkömmliche Rankings vermuten lassen.
Die Lücke ist nicht nur eine Zahlengeschichte. Es zeigt eine völlig andere Besetzung der Hauptinhaber. Unter den Top-1.000-Adressen erscheinen nur 537 sowohl in der reinen ETH-Rangliste als auch in der aggregierten Rangliste, was bedeutet, dass fast die Hälfte der größten Ethereum-Inhaber praktisch unsichtbar sind, wenn der Markt nur die ETH-Salden betrachtet.
Die Zusammensetzung dieser Bestände erzählt eine eigene Geschichte. ETH repräsentiert jetzt nur noch 42 % dessen, was die größten Adressen halten. Stablecoins machen etwa 26 % aus, der verbleibende Anteil verteilt sich auf ERC-20-Token. Durch die stille Bilanzakkumulation über Protokolle und Token hinweg hat bereits eine Art Dominanzverschiebung stattgefunden, während die Preise weitgehend innerhalb einer Bandbreite blieben.
Intelligente Verträge sind ein zentraler Bestandteil dieses neuen Bildes. Aus reiner ETH-Perspektive erschienen sie als unbedeutende Teilnehmer an der Vermögensverteilung von Ethereum. Im aggregierten Ranking kontrollieren sie fast 40 % des Kapitals der Top-Inhaber. Das ist ungefähr das Dreifache ihres bisherigen Anteils. Das Risiko, so argumentiert der Bericht, hat sich von der Entscheidungsfindung einzelner Inhaber auf automatisierte Mechanismen verlagert, die durch Code, Sicherheitendesign und Token-Ökonomie gesteuert werden.
Diese Verschiebung in der Frage, wer Kapital hält, führt direkt zu einer schwierigeren Frage: Woraus besteht dieses Kapital eigentlich?
Um diese Frage zu beantworten, stellt der Bericht den Printing-Press-Index vor, der ein Maß dafür ist, wie viel der Token-Bestände eines Protokolls aus seinen selbst ausgegebenen Token besteht. Bei den DeFi-Protokollen liegt diese Zahl bei etwa 50 %, wobei Namen wie Uniswap, Aave und Mantle als Beispiele genannt werden.
Der Bericht identifiziert etwa 20 % als den Punkt, an dem selbst ausgegebene Token beginnen, ein erhebliches Risiko mit sich zu bringen, und 40–50 % als den Schwellenwert, an dem ein Protokoll fragiles Terrain betritt. Auf diesen Ebenen wird eine Bilanz nicht mehr in erster Linie durch externes Kapital gestützt, sondern teilweise durch Vertrauen in sich selbst.
Ein mäßiger Verkaufsdruck kann dieses Vertrauen schwächen, die Liquidität belasten und die Art von reflexartiger Entspannung auslösen, die beim Zusammenbruch von LUNA-UST zu beobachten war, wo ein Druckmaschinenindex von nahezu 100 % innerhalb weniger Tage zu einer völligen Todesspirale beitrug.
Die Auswirkungen auf die Analyse der Wirtschaft von Ethereum sind erheblich. Sobald Token die Mehrheit der Bestände an großen Adressen ausmachen und Smart Contracts fast 40 % dieses Kapitals kontrollieren, wird die Größe des Guthabens allein zu einem schlechten Indikator für die Widerstandsfähigkeit. Der Printing-Press Index bietet eine praktische Möglichkeit, über Schlagzeilen hinauszuschauen und zu beurteilen, was tatsächlich hinter dem Reichtum steckt, den aggregierte Rankings jetzt offenbaren.
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