Während sich der Markt dem dritten Quartal nähert, könnte das Timing nicht volatiler sein.
Auf der makroökonomischen Seite ist FUD noch nicht vollständig verschwunden, und die geopolitische Unsicherheit hält die Anleger immer noch in Atem. Dies belastet weiterhin die Kryptowährungen, insbesondere da sich der Markt seit dem Höchststand im Oktober, als die Gesamtmarktkapitalisierung den Rekordwert von 4,7 Billionen US-Dollar erreichte, in einem stetigen QoQ-Rückgang befindet und nun auf rund 2,05 Billionen US-Dollar gesunken ist.
Dieser Druck zeigt sich weiterhin in der Positionierung.
Wie die folgende Grafik zeigt, ist der US-Dollar-Index (DXY) zum ersten Mal seit Anfang des zweiten Quartals 2025 über die 100-Marke gestiegen. Noch wichtiger ist, dass dieser Schritt nach vier aufeinanderfolgenden Quartalen mit Aufwärtstrend erfolgt, was zu einer Divergenz führt, die kaum zu ignorieren ist.

Technisch gesehen handelt es sich um eine Flucht in die Sicherheit wie aus dem Bilderbuch, bei der Anleger ihr Kapital in sichere Häfen statt in Risikoanlagen umschichten. Dies ist größtenteils auf die anhaltende makroökonomische Unsicherheit in Bezug auf die Geopolitik, die Klarheit der Regulierung und die Erwartungen im Zusammenhang mit Zinssenkungen der Fed zurückzuführen.
Aber dieser Hintergrund ist nicht nur technisch. Stattdessen sehen auch die Fundamentaldaten wackelig aus.
Laut CryptoRank wurden DeFi-Plattformen in diesem Jahr 121 Hacks ausgesetzt, wobei 942 Millionen US-Dollar gestohlen wurden. Darüber hinaus wurden allein im zweiten Quartal 85 Exploits und Verluste in Höhe von 775 Millionen US-Dollar verzeichnet, was es zum aktivsten Quartal aller Zeiten für Krypto-Hacks macht.
Unterdessen ist der DeFi TVL von 115 Milliarden US-Dollar im Januar auf rund 70 Milliarden US-Dollar bis Ende Juni gesunken.
Zusammengenommen deutet dies auf ein schwächeres Vertrauen sowohl in die Kapitalströme als auch in die Fundamentaldaten der Kette hin. Vor diesem Hintergrund kann man mit Fug und Recht sagen, dass Krypto mit einer bereits tendenziell rückläufigen Konstellation in das dritte Quartal geht.
Krypto steht zu Beginn des dritten Quartals erneut unter makroökonomischem Druck
Das dritte Quartal steht vor der Tür und der makroökonomische Druck auf Kryptowährungen nimmt bereits zu.
Dem Kobeissi-Brief zufolge gibt es solche sechs Wichtige Makroveröffentlichungen sind für diese Woche geplant, wobei der Schwerpunkt auf Inflations- und Beschäftigungsdaten liegt, die dabei helfen werden, den Ton für Zinssenkungen in den kommenden Monaten festzulegen.
Allerdings neigen die Anleger bereits zu einer weniger zurückhaltenden Haltung, da die Wahrscheinlichkeit, dass die Zinsen jetzt angehoben werden, bei fast 30 % liegt.
Vor diesem Hintergrund sieht der steigende DXY nicht wie eine kurzfristige Bewegung aus.
Dies wird dadurch noch verstärkt, dass die Rendite 30-jähriger Staatsanleihen in weniger als einem Monat von 4,82 % auf 4,86 % gestiegen ist, was ein stärker renditeorientiertes Umfeld verstärkt.
Mittlerweile ist der NASDAQ um mehr als 23 % gestiegen, was deutlich zeigt, dass Kryptowährungen bei der Kapitalanziehung hinterherhinken, was den jüngsten Zusammenbruch weniger marktgetrieben als vielmehr kryptospezifisch aussehen lässt, da sowohl die technischen Daten als auch die Fundamentaldaten weiterhin schwach sind.


Im Wesentlichen begünstigt das bevorstehende Makro-Setup Krypto bisher nicht.
Daher könnte der Zeitpunkt für digitale Vermögenswerte kaum schlechter sein. Mit Bitcoin [BTC] Nachdem im ersten und zweiten Quartal bereits Korrekturen von 22 % bzw. 11 % verzeichnet wurden, wird ein weiterer Abwärtstrend im dritten Quartal immer wahrscheinlicher, da die Anleger weiterhin in andere Vermögenswerte investieren, insbesondere da sich die Makro-FUD weiter intensiviert.
Abschließende Zusammenfassung
- Das dritte Quartal beginnt mit einem starken makroökonomischen Druck auf Krypto, da der DXY steigt, die Renditen hoch bleiben und die Zinssenkungserwartungen nachlassen.
- Krypto ist in seinen eigenen Fundamentaldaten bereits schwach, mit sinkendem TVL, zunehmenden Hacks und einer hinterherhinkenden Leistung im Vergleich zu anderen Märkten.

