Der EUR/GBP Cross verliert während der frühen europäischen Handelsstunden am Donnerstag an Boden auf etwa 0,8565. Schwindende Erwartung, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinsen erhöhen wird Tarife In diesem Jahr wiegen wir den Euro (EUR) gegenüber dem Britisches Pfund (GBP). Händler bereiten sich auf die Reden des EZB-Präsidenten vor Christine Lagarde und Gouverneur der Bank of England (BoE), Andrew Bailey, später am Freitag.
Anzeichen einer schwächeren Inflation in der Eurozone haben den Druck auf die EZB gemindert, die Zinsen auf ihrer nächsten geldpolitischen Sitzung am 23. Juli anzuheben. Ökonomen von Morgan Stanley sagten, eine schwächere Juni-Inflation in der Eurozone könne auch „die Hürde für eine Warteschleife der EZB im September etwas senken“, und fügten hinzu, dass der Energiedruck wahrscheinlich „begrenzte“ direkte Auswirkungen auf die Preise in der Eurozone habe.
Eurozone Laut Eurostat ist die Inflation, gemessen am Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), im Juni gegenüber dem Vorjahr von 3,2 % im Mai auf 2,8 % gesunken, wie Eurostat am Mittwoch mitteilte. Dieser Wert lag unter dem Konsens von 3,0 %.
Das Bekenntnis des voraussichtlich nächsten britischen Premierministers Andy Burnham zu den Haushaltsregeln beruhigt die Nerven der Händler und stärkt das GBP. Burnham gelobte am Montag, einen radikalen Wandel in der Politik des Landes herbeizuführen, indem er seinen Regionen mehr Macht übertrug und im Rahmen einer 10-Jahres-Mission zur Förderung eines „guten“ Wachstums Zusammenarbeit statt Streit förderte.
Die Analysten von Natixis sagten, Burnhams Engagement für Haushaltsdisziplin biete zwar kurzfristig Unterstützung, die Märkte würden die künftigen Haushalte jedoch genau beobachten, um Anzeichen dafür zu erkennen, dass die Haushaltsregeln gelockert werden, um höhere öffentliche Ausgaben zu finanzieren.
Häufig gestellte Fragen zum Pfund Sterling
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Laut Daten aus dem Jahr 2022 ist es die am vierthäufigsten gehandelte Einheit für Devisen (FX) weltweit und macht 12 % aller Transaktionen mit einem durchschnittlichen Wert von 630 Milliarden US-Dollar pro Tag aus. Seine wichtigsten Handelspaare sind GBP/USD, auch bekannt als „Cable“, das 11 % der Devisen ausmacht, GBP/JPY oder der „Drache“, wie er von Händlern genannt wird (3 %), und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Pfund Sterling beeinflusst, ist die von der Bank of England festgelegte Geldpolitik. Die BoE stützt ihre Entscheidungen darauf, ob sie ihr primäres Ziel der „Preisstabilität“ – eine konstante Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument zur Erreichung dieses Ziels ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch eine Erhöhung der Zinssätze einzudämmen, wodurch der Zugang zu Krediten für Privatpersonen und Unternehmen teurer wird. Dies ist im Allgemeinen positiv für das GBP, da höhere Zinssätze das Vereinigte Königreich zu einem attraktiveren Ort für globale Anleger machen, ihr Geld zu parken. Wenn die Inflation zu niedrig ist, ist das ein Zeichen dafür, dass sich das Wirtschaftswachstum verlangsamt. In diesem Szenario wird die BoE erwägen, die Zinssätze zu senken, um Kredite zu verbilligen, sodass Unternehmen mehr Kredite aufnehmen, um in wachstumsfördernde Projekte zu investieren.
Datenveröffentlichungen messen den Zustand der Wirtschaft und können sich auf den Wert des Pfund Sterling auswirken. Indikatoren wie das BIP, die PMIs für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor sowie die Beschäftigung können alle die Richtung des GBP beeinflussen. Eine starke Wirtschaft ist gut für Sterling. Dies zieht nicht nur mehr ausländische Investitionen an, sondern könnte auch die BoE dazu ermutigen, die Zinssätze zu erhöhen, was das GBP direkt stärken wird. Andernfalls dürfte das Pfund Sterling bei schwachen Wirtschaftsdaten fallen.
Eine weitere wichtige Datenveröffentlichung für das Pfund Sterling ist die Handelsbilanz. Dieser Indikator misst die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes durch seine Exporte und den Ausgaben, die es für Importe in einem bestimmten Zeitraum ausgibt. Wenn ein Land begehrte Exportgüter produziert, profitiert seine Währung ausschließlich von der zusätzlichen Nachfrage ausländischer Käufer, die diese Waren kaufen möchten. Daher stärkt ein positiver Nettohandelssaldo eine Währung und umgekehrt gilt ein negativer Saldo.

