Der US-Dollar-Index (DXY) schmälert seine Gewinne am Montag, nachdem er die Woche mit einem festeren Ton eröffnet hatte, da Händler auf mehr Klarheit über den Zinspfad der Federal Reserve (Fed) warten, bevor sie neue Richtungswetten platzieren. Zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikels wird der Index, der den US-Dollar gegenüber einem Korb aus sechs Hauptwährungen abbildet, bei etwa 100,92 gehandelt, nachdem er sich von einem Intraday-Hoch von 101,14 erholt hatte.
Es ist unwahrscheinlich, dass die Fed die Zinsen erhöhen wird Tarife bald nach dem schwächer als erwartet ausgefallenen US Nonfarm Payrolls (NFP)-Bericht vom Donnerstag. Gleichzeitig haben die Ölpreise ihren kriegsbedingten Anstieg zwischen den USA und dem Iran vollständig beendet, da sich die Schifffahrt durch die Straße von Hormus nach dem vorläufigen Friedensabkommen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran im letzten Monat weiter verbessert.
Niedrigere Ölpreise haben die Inflationsrisiken verringert, was darauf hindeutet, dass die Fed ihre Geldpolitik möglicherweise nicht so stark straffen muss, wie die Märkte zuvor befürchtet hatten.
Da die Inflation immer noch über dem 2-Prozent-Ziel der Fed liegt, sind die politischen Entscheidungsträger weiterhin entschlossen, die Inflation wieder auf den Zielwert zu bringen, was darauf hindeutet, dass die Geldpolitik vorerst wahrscheinlich restriktiv bleiben wird.
Dem CME FedWatch Tool zufolge rechnen Händler mit einer 77-prozentigen Wahrscheinlichkeit, dass die Fed die Zinssätze bei ihrer Sitzung in diesem Monat unverändert lassen wird, während die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bei der September-Sitzung von 63 % vor der Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts auf 56 % gesunken ist.
Unterdessen haben die USA und der Iran noch keine endgültige Einigung erzielt. Zu den wichtigsten Knackpunkten zählen die künftige Bewirtschaftung der Straße von Hormus, die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte, die Lockerung der Sanktionen und die Zusagen Teherans bezüglich seines Atomprogramms.
Da die geopolitischen Risiken bestehen bleiben und die Händler immer noch mindestens eines davon einpreisen Gefüttert Aufgrund der Zinserhöhung in diesem Jahr dürfte der weitere Abwärtstrend des US-Dollars begrenzt bleiben.
Was die Daten betrifft, so lag der ISM-Einkaufsmanagerindex (PMI) für Dienstleistungen im Juni bei 54,0 und entsprach damit den Markterwartungen. Obwohl der Wert von 54,5 im Mai nachgab, war es der 23. Monat in Folge mit einem Anstieg.
Der US-Wirtschaftskalender ist diese Woche relativ locker, wobei der ADP-Beschäftigungsänderungsbericht am Dienstag und die wöchentliche Erstausgabe erwartet wird Anträge auf Arbeitslosenunterstützung am Donnerstag. Anleger werden auch das Sitzungsprotokoll des Federal Open Market Committee (FOMC) am Mittwoch aufmerksam verfolgen, um neue Hinweise auf die Geldpolitik der Fed zu erhalten Ausblick.
Fed-FAQs
Die Geldpolitik in den USA wird von der Federal Reserve (Fed) geprägt. Die Fed hat zwei Aufgaben: Preisstabilität zu erreichen und Vollbeschäftigung zu fördern. Ihr wichtigstes Instrument zur Erreichung dieser Ziele ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Preise zu schnell steigen und die Inflation über dem 2-Prozent-Ziel der Fed liegt, werden die Zinssätze erhöht, wodurch die Kreditkosten in der gesamten Wirtschaft steigen. Dies führt zu einem stärkeren US-Dollar (USD), da es die USA zu einem attraktiveren Ort für internationale Investoren macht, ihr Geld zu parken. Wenn die Inflation unter 2 % fällt oder die Arbeitslosenquote zu hoch ist, kann die Fed die Zinssätze senken, um die Kreditaufnahme zu fördern, was den Greenback belastet.
Die Federal Reserve (Fed) hält acht geldpolitische Sitzungen pro Jahr ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die Wirtschaftslage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Am FOMC nehmen zwölf Fed-Beamte teil – die sieben Mitglieder des Gouverneursrats, der Präsident der Federal Reserve Bank of New York und vier der verbleibenden elf Präsidenten der regionalen Reserve Bank, deren Amtszeit abwechselnd ein Jahr beträgt.
In extremen Situationen kann die Federal Reserve auf eine Politik namens Quantitative Easing (QE) zurückgreifen. QE ist der Prozess, mit dem die Fed den Kreditfluss in einem festgefahrenen Finanzsystem erheblich erhöht. Dabei handelt es sich um eine nicht standardmäßige politische Maßnahme, die in Krisenzeiten oder bei extrem niedriger Inflation eingesetzt wird. Es war die Waffe der Wahl der Fed während der Großen Finanzkrise im Jahr 2008. Dabei druckt die Fed mehr Dollar und kauft damit erstklassige Anleihen von Finanzinstituten. QE schwächt normalerweise den US-Dollar.
Bei der quantitativen Straffung (QT) handelt es sich um den umgekehrten Prozess der quantitativen Lockerung, bei dem die Federal Reserve aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen, und das Kapital der Anleihen, die sie bei Fälligkeit hält, nicht in den Kauf neuer Anleihen reinvestiert. Normalerweise ist es positiv für den Wert des US-Dollars.

