Die Ansicht von Capital Economics, dass die BOJ durchschauen wird Mays schwächerer Lohndruck hält an seiner Zinsprognose von 2 % bis Ende 2027 fest, was darauf hindeutet, dass die Märkte nicht zu viel auf die Verlangsamung des Bargewinnwachstums in einem einzigen Monat schließen sollten. Die Warnung der OCBC bringt ein separates, aber damit verbundenes Risiko mit sich: Eine anhaltende Yen-Schwäche in Kombination mit steigenden langfristigen JGB-Renditen könnte zu einer Quelle allgemeiner globaler Volatilität werden, insbesondere wenn Anleger unter Premierminister Takaichi beginnen, künftige Zinserhöhungen eher politischen als wirtschaftlichen Faktoren zuzuschreiben. Während die Abwertung des Yen wahrscheinlich regionale Währungen wie Won und Baht unter Druck setzen wird, sieht OCBC das größere Risiko darin, dass die JGB-Renditen auf die US-amerikanischen, britischen und deutschen Anleihemärkte übergreifen und die globalen Renditen möglicherweise in die Höhe treiben.
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Laut Capital Economics wird das langsamere Lohnwachstum im Mai weitere Zinserhöhungen der BOJ nicht verhindern, während OCBC vor einer anhaltenden Yen-Schwäche warnt und steigende JGB-Renditen zu einer Quelle globaler Marktvolatilität werden könnten, mit einem Risiko für ein Übergreifen auf die Anleiherenditen in den USA, Großbritannien und Deutschland.
Zusammenfassung:
- Japans vorläufiges Cash-Earnings-Wachstum verlangsamte sich im Mai gegenüber dem Vorjahr auf 3,2 %, verglichen mit 3,6 % im April
- Laut Capital Economics bleiben die Kern- und Grundlohnindikatoren deutlich über ihrem Durchschnitt von 2025 und auf historisch hohem Niveau
- Capital Economics hält an seiner Prognose fest, dass die BOJ die Zinsen bis Ende 2027 auf 2 % anheben wird
- OCBC-Strategen sagen, dass die anhaltende Yen-Schwäche und steigende langfristige JGB-Renditen Japan zu einer potenziellen Quelle globaler Marktvolatilität machen
- Die Märkte gehen zunehmend davon aus, dass die BOJ hinter der Kurve zurückbleibt, und sehen künftige Zinserhöhungen möglicherweise eher auf der politischen Ausrichtung von Premierminister Takaichi als auf Daten zurückzuführen
- OCBC weist auf ein größeres Spillover-Risiko durch steigende JGB-Renditen hin, die offenbar die Renditen von US-, britischen und deutschen Staatsanleihen in die Höhe treiben, als durch die Yen-Schwäche selbst
Ein langsameres Lohnwachstum in Japan wird die Bank of Japan laut Capital Economics wahrscheinlich nicht von weiteren Zinserhöhungen abhalten, auch wenn eine separate Analyse von OCBC davor warnt, dass die Schwäche des Yen und steigende Renditen japanischer Staatsanleihen zu einer Quelle allgemeiner globaler Marktvolatilität werden könnten.
Vorläufige Daten zeigten, dass sich Japans Cash-Earnings-Wachstum im Mai gegenüber dem Vorjahr auf 3,2 % verlangsamte, verglichen mit 3,6 % im April. Abhijit Suriya, leitender Ökonom für den asiatisch-pazifischen Raum bei Capital Economics, sagte, dass die Verlangsamung die Ansicht der Zentralbank, dass der Arbeitsmarkt weiterhin angespannt sei, wahrscheinlich nicht ändern werde, und wies darauf hin, dass die Kern- und Grundlohnindikatoren weiterhin deutlich über ihrem Durchschnitt von 2025 und auf einem historisch hohen Niveau lägen. Das Unternehmen hält an seiner Prognose fest, dass die BOJ die Zinsen bis Ende 2027 auf 2 % anheben wird, was darauf hindeutet, dass ein einziger schwächerer Druck nicht ausreichen wird, um den Straffungspfad zu ändern.
OCBC-Strategen weisen jedoch auf eine andere Risikoentwicklung im Zusammenhang mit der japanischen Geldpolitik hin. Die Märkte betrachteten die BOJ zunehmend als hinter der Kurve zurückgeblieben, eine Wahrnehmung, die den Abwärtsdruck auf den Yen verstärkt habe. Strategen gehen davon aus, dass Anleger künftige Zinserhöhungen zunehmend als Folge der politischen Richtung von Premierminister Takaichi und nicht als zugrunde liegende Wirtschaftsdaten interpretieren könnten, was die Einschätzung des Marktes über die Reaktionsfunktion der Zentralbank erschweren würde. Eine anhaltende Yen-Abwertung könnte andere regionale Währungen belasten, insbesondere den südkoreanischen Won und den thailändischen Baht, da die Anleger ihre Positionierung bei asiatischen Devisen anpassen.
Laut OCBC liegt das größere Spillover-Risiko jedoch nicht beim Yen, sondern bei den steigenden langfristigen JGB-Renditen, die offenbar bereits die Renditen von Staatsanleihen in den Vereinigten Staaten, im Vereinigten Königreich und in Deutschland in die Höhe treiben. Ein anhaltender Anstieg der JGB-Renditen, warnten die Strategen, könnte die globalen Anleiherenditen weiter in die Höhe treiben und Japans Einfluss weit über seine eigenen Währungs- und Zinsmärkte hinaus ausweiten. Zusammengenommen deuten beide Ansichten darauf hin, dass der inländische Straffungskurs der BOJ zwar vorerst intakt erscheint, die breiteren Marktfolgen ihrer politischen Haltung jedoch allein in Japan immer schwieriger einzudämmen sind.

