Der jüngste Quartalsbericht der Bank of Japan (BoJ) zeigte am Donnerstag, dass es keine Änderung an der Gesamteinschätzung für alle neun japanischen Regionen gibt. In den meisten regionalen Volkswirtschaften wird davon ausgegangen, dass sie sich immer noch „moderat erholen“.
Wichtige Zitate
Die BOJ lässt die Bewertung für neun Regionen Japans im vierteljährlichen Bericht unverändert.
Mehrere Regionen melden die Gefahr eines starken Exportrückgangs, die Produktion ist leicht zurückgegangen.
Viele Regionen berichten, dass Unternehmen aufgrund der steigenden weltweiten KI-Nachfrage an starken Investitionsplänen festhalten, die Chip-Ausrüstung und die Bestellungen steigen.
Viele Regionen berichten, dass Unternehmen, auch kleinere, in diesem Jahr erhebliche Lohnerhöhungen vorgenommen haben, obwohl einige davor warnen, dass Lohnerhöhungen schwer aufrechtzuerhalten sein könnten. Viele Regionen geben an, dass Unternehmen Preiserhöhungen beibehalten, um steigende Arbeits- und Vertriebskosten zu decken.
Viele Regionen berichten von einer schnelleren Weitergabe steigender Rohstoffkosten im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt als zuvor.
Mehrere Regionen berichten, dass Unternehmen ab diesem Sommer Preiserhöhungen für Lebensmittel und Grundnahrungsmittel erwägen.
Einige Regionen berichten, dass kleinere Unternehmen Schwierigkeiten haben, die steigenden Inputkosten zu verkraften, was zu einem Druck auf die Margen führt.
Marktreaktion
Zum Zeitpunkt des Schreibens liegt der USD/JPY-Kurs um 0,14 % im Minus bei 162,35.
Häufig gestellte Fragen zur Bank of Japan
Die Bank of Japan (BoJ) ist die japanische Zentralbank, die die Geldpolitik im Land festlegt. Ihr Auftrag besteht darin, Banknoten auszugeben und die Währungs- und Währungskontrolle durchzuführen, um die Preisstabilität zu gewährleisten, was ein Inflationsziel von etwa 2 % bedeutet.
Die Bank of Japan führte 2013 eine ultralockere Geldpolitik ein, um die Wirtschaft anzukurbeln und die Inflation in einem Umfeld niedriger Inflation anzukurbeln. Die Politik der Bank basiert auf quantitativer und qualitativer Lockerung (QQE) oder dem Drucken von Banknoten zum Kauf von Vermögenswerten wie Staats- oder Unternehmensanleihen, um Liquidität bereitzustellen. Im Jahr 2016 verdoppelte die Bank ihre Strategie und lockerte ihre Politik weiter, indem sie zunächst Negativzinsen einführte und dann die Rendite ihrer 10-jährigen Staatsanleihen direkt kontrollierte. Im März 2024 hob die BoJ die Zinsen an und löste damit faktisch ihren ultralockeren geldpolitischen Kurs auf.
Die massiven Konjunkturmaßnahmen der Bank führten zu einer Abwertung des Yen gegenüber seinen wichtigsten Währungspartnern. Dieser Prozess verschärfte sich in den Jahren 2022 und 2023 aufgrund einer zunehmenden politischen Divergenz zwischen der Bank of Japan und anderen wichtigen Zentralbanken, die sich für eine starke Zinserhöhung entschieden, um die jahrzehntelange Inflation zu bekämpfen. Die Politik der BoJ führte zu einer Vergrößerung der Differenz zu anderen Währungen und drückte den Wert des Yen. Dieser Trend kehrte sich im Jahr 2024 teilweise um, als die BoJ beschloss, ihren ultralockeren politischen Kurs aufzugeben.
Ein schwächerer Yen und der Anstieg der globalen Energiepreise führten zu einem Anstieg der japanischen Inflation, die das 2 %-Ziel der BoJ übertraf. Auch die Aussicht auf steigende Gehälter im Land – ein wesentlicher Faktor für die Inflation – trug zu diesem Schritt bei.

