Obwohl US-Präsident Trump sagte, dass das Waffenstillstandsabkommen „beendet“ sei, sind die Dinge noch nicht in Flammen aufgegangen. Die USA und der Iran liefern sich immer noch einen Schlagabtausch, aber keine der beiden Seiten scheint daran interessiert zu sein, noch einen Schritt weiter zu gehen und die Dinge so weit zu eskalieren, dass wir eine völlige Neuausrichtung der Beziehungen erleben.
Das heißt jedoch nicht, dass die aktuelle Situation nicht schlecht ist. Es kann sogar noch schlimmer werden, wenn sich eine der beiden Seiten zu einer militärischen Eskalation entschließt. Eine ermutigende Schlagzeile von vorhin lautet, dass dies ein US-Beamter behauptet Die Atom-/Uran-Gespräche könnten noch weitergehen entsprechend.
Derzeit ist die Straße von Hormus jedoch wieder so gut wie gesperrt, da der Schiffsverkehr zum Erliegen kommt. Unterdessen scheinen beide Seiten desinteressiert zu sein, die Verhandlungen wiederaufzunehmen, sind aber gleichzeitig abgeneigt, die Dinge unter dem Gesichtspunkt des Krieges zu eskalieren. Der Schwebezustand hält die Märkte also weitgehend unter Kontrolle.
Händler und Anleger werden weiterhin auf eine positive Wende hoffen. Und in einer Zeit wie dieser könnte eine ruhigere Phase besser sein, da dann die Wahrscheinlichkeit geringer ist, dass beide Seiten sich streiten und wieder mehr Volleys abgeben. Aber wie bereits erwähnt, bleiben die Spannungen hoch und es kann jederzeit problemlos wieder losgehen.
Die Ölpreise dürften ihre vierwöchigen Verluste in Folge überwinden, wobei WTI-Rohöl heute um 0,6 % auf 72,50 $ zulegte. Die Zuwächse in dieser Woche liegen trotz des Rückgangs über Nacht bei etwa 6 %.
Unterdessen verzeichneten die US-Aktien gestern einen solideren Aufschwung, da Technologieaktien diese Woche den Aufschwung anführten. Der S&P 500 ist diese Woche nun um 0,8 % und der Nasdaq um 1,4 % gestiegen, da die Anleger hoffen, nach einem eher schwachen Ergebnis im Juni im Juli wieder etwas Ruhe zu finden. Die Stimmungsmusik bei den US-Futures sieht jetzt jedoch nachdenklicher aus, da die S&P 500-Futures heute vor dem europäischen Morgenhandel um 0,1 % und die Nasdaq-Futures um 0,2 % gefallen sind.
Ansonsten ist der Dollar ebenfalls leicht gesunken, wobei der USD/JPY eine bemerkenswerte Bewegung darstellte und um 0,5 % auf 161,60 sank. Das ergibt sich aus einigen Äußerungen des japanischen Finanzministers Katayama zuvor Hier.

