Von David Shepardson
16. Juli (Reuters) – Der US-amerikanische Mobilfunkanbieter gab am Donnerstag bekannt, dass er im Rahmen seiner Umstrukturierung 274 unternehmenseigene Einzelhandelsstandorte verkaufen und rund 500 Unternehmensstellen abbauen wird.
Von den Umzügen sind etwa 3.000 Mitarbeiter im Einzelhandel und in Unternehmen betroffen. Verizon wird nach dem Verkauf mit Wirkung zum 16. August 1.000 Geschäfte besitzen. Verizon strich im Mai mehrere hundert Arbeitsplätze, nachdem es im November angekündigt hatte, dass es in seiner größten Entlassungsrunde mehr als 13.000 Arbeitsplätze streichen würde.
Zuvor hätten etwa 70 % der Mitarbeiter an Einzelhandelsstandorten, die Verizon verkauft hatte, Jobs bei den neuen Unternehmen angenommen, die die Geschäfte betrieben, sagte Verizon. Sechs große Betreiber betreiben die meisten Franchise-Filialen von Verizon.
Verizon sagte in einer Mitteilung an seine Mitarbeiter, dass es mit Franchise-Inhabern zusammenarbeitet, die 5.000 Filialen betreiben, „um das Erlebnis an jedem ihrer Standorte zu verbessern, weil wir wissen, wie wichtig sie für unser gesamtes Kundenerlebnis sind.“
Im Rahmen seiner Umstrukturierung verkaufte Verizon im November 179 unternehmenseigene Einzelhandelsgeschäfte an Franchise-Betreiber und schloss eine Filiale.
Verizon ernannte Dan Schulman, seit 2018 Vorstandsmitglied von Verizon, im Oktober zum CEO. Verizon konkurriert mit und auf dem gesättigten US-amerikanischen Telekommunikationsmarkt, wo Netzwerkanbieter erweiterte Gerätesubventionen, zusätzliche Tarifrabatte und erhöhte Netzwerkinfrastrukturausgaben anbieten.
Verizon gab letzten Monat bekannt, dass es darauf abzielt, Kunden anzulocken, indem es einfachere Pläne anbietet, die Aktivierungs- und Upgrade-Gebühren senkt und ein neues Treueprogramm mit Rabatten und Vergünstigungen vorstellt.
Verizon, AT&T und T-Mobile einigten sich im Mai auf die Gründung eines Joint Ventures, um Versorgungslücken vor allem in ländlichen Gebieten mit satellitengestützten Technologien zu schließen.
Analysten vermuten, dass das Joint Venture defensiv sein könnte, da einige Bedenken geäußert haben, dass Starlink letztendlich direkter mit den US-amerikanischen Mobilfunkanbietern konkurrieren könnte.

