Ich schätze, so schnell können sich die Dinge in Westminster auflösen. Von früher: Der britische Premierminister Burnham kündigt eine Mehrwertsteuersenkung bei den Energierechnungen an, um die Lebenshaltungskosten zu senken
Wie bereits in der Ankündigung erwähnt, würden sich die politischen Kosten für die Senkung der Mehrwertsteuer auf die Energierechnung auf etwa 850 Millionen Pfund belaufen. Und es wurde berichtet, dass es durch das inzwischen abgeschaffte digitale ID-System finanziert wird, dessen Kosten in den kommenden Jahren auf etwa 1,8 Milliarden Pfund geschätzt werden.
Der britische Gesetzgeber Darren Jones widerspricht dieser Auffassung nun jedoch, indem er erklärt, dass das digitale ID-System tatsächlich von vornherein nicht finanziert war. Schon nach einem Tag scheint der Machtkampf zu beginnen. Gutes Zeug.
„Gute Nachrichten, dass die Mehrwertsteuer auf Stromrechnungen gesenkt wird. Das ist eine einfache Möglichkeit für Familien, ein paar Pfund zu sparen und mechanisch dazu beizutragen, die Inflation etwas niedriger zu halten. Aber das Digital-ID-Programm war nicht finanziert. Die Regierung muss festlegen, wie sie ihre neuen Richtlinien aus dem Haushalt bezahlen will.“
Woher soll also das Geld kommen?
Dies wird für Burnham zu Beginn seiner Amtszeit eine große Frage sein, da er betonen muss, woher das Geld kommen soll, wenn er wie erwähnt versucht, die Energiekosten zu senken. Nun wurde Jones gestern im Rahmen einer Säuberungsaktion gegen Starmer-Loyalisten entlassen. Man kann also argumentieren, dass Burnham dies selbst verursacht hat, indem er auf den Hinterbänken für Aufruhr gesorgt hat. Dennoch wird es ziemlich nachlässig von ihm sein, wenn sich dies als wahr erweist.
Der Markt für britische Staatsanleihen reagiert vorerst noch ruhig, aber in Großbritannien scheinen die Haushaltssorgen wieder auf der Tagesordnung zu stehen.

