Präs. Trump und Kanadas Premierminister Carney stehen sich im Handelsstreit erneut gegenüber.
Carney sagte, die neu angekündigten Zölle der Trump-Regierung verstießen gegen den Geist des USMCA, merkte jedoch an, dass er und Präsident Trump heute gesprochen und vereinbart hätten, die Handelsverhandlungen in den kommenden Wochen zu intensivieren, um eine Lösung zu finden, bevor die Zölle in Kraft treten sollen. Er fügt hinzu:
- Er wird alle Optionen prüfen, wenn die Vereinigten Staaten ihre jüngsten Zolldrohungen wahr machen
- Er will kein Teilhandelsabkommen mit den USA, sondern ein Abkommen, das alle kritischen Sektoren berücksichtigt
- Die Provinzen sind für die Aufhebung ihrer Alkoholverbote in den USA verantwortlich und sollten dies nur im Rahmen eines umfassenden Handelsabkommens mit den USA tun.
Zuvor hatte der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer betont, dass die Regierung trotz der jüngsten Eskalation der Handelsspannungen weiterhin an Verhandlungen mit Kanada festhalte. Greer sagte, die Gespräche mit kanadischen Beamten seien weiterhin konstruktiv und seien nicht ausgesetzt worden, und fügte hinzu, dass die USA das vergangene Jahr damit verbracht hätten, Kanada zur Abschaffung seiner Vergeltungszölle zu drängen. Er bekräftigte, dass die Ziele von Präsident Trump darin bestehen, das US-Handelsdefizit mit Kanada zu verringern und die Rückkehr der Produktion in die USA zu fördern. Greer betonte außerdem, dass Handelsstreitigkeiten zwischen den beiden Ländern nichts Neues seien und dass jedes Abkommen letztendlich zu besseren Ergebnissen für US-Unternehmen führen müsse.
Über Nacht verschärfte die Trump-Administration den Handelsstreit zwischen den USA und Kanada erheblich, indem sie ein Verbot verhängte 50 % Zoll auf eine breite Palette kanadischer Importe unter Abschnitt 338 des Zollgesetzes von 1930Dies markiert die erste Anwendung des Gesetzes. Die Zölle sollen voraussichtlich in Kraft treten 30 Tage (19. August)was ein Zeitfenster für Verhandlungen zwischen den beiden Ländern lässt.
- Tarifsatz: 50 % auf eine große Auswahl kanadischer Waren.
- Angesprochene Produkte: Viele Konsum- und Industriegüter, darunter:
- Wein und andere alkoholische Getränke
- Möbel
- Kleidung und Bekleidung
- Sportartikel, einschließlich Hockeyausrüstung
- Zahlreiche weitere hergestellte Produkte
- Wichtige Ausnahmen:
- Energieprodukte
- Pottasche
- Fisch
- Kritische Mineralien
- Von der Verwaltung angeführter Grund:
- Angeblich diskriminierende kanadische Politik gegenüber US-Automobilen.
- Kanadische Beschränkungen und Zölle auf US-Milchprodukte.
- Provinzmaßnahmen gegen US-Alkoholprodukte.
- Kanadas Vergeltung gegen frühere US-Handelsmaßnahmen.
Aus Marktsicht hat der USD/CAD reagiert, indem er wieder über seinen gleitenden 200-Stunden-Durchschnitt kletterte 1.4085was Käufern den technischen Vorsprung verschafft. Wenn man über diesem gleitenden Durchschnitt bleibt, bleibt die kurzfristige Tendenz nach oben gerichtet. Eine Rückkehr nach unten würde die bullischen Argumente schwächen und die Tendenz wieder in Richtung Neutral verschieben 100-Stunden-Durchschnitt bei 1,40417 dient als nächste wichtige Unterstützungsebene.

