BitMine von Tom Lee hat weitere ETH im Wert von 281 Millionen US-Dollar gekauft und hebt damit das Konzept des „Buying the Dip“ auf eine ganz neue Ebene. Als der Markt ausverkauft war, häufte sich BitMine an. Der gesamte Ethereum-Bestand des Unternehmens übersteigt mittlerweile 3,03 Millionen ETH, etwa 2,5 % des gesamten Angebots im Wert von rund 12,9 Milliarden US-Dollar.
Blockchain Analytik von Lookonchain zeigt, dass weitere mit BitMine verbundene Wallets diese Woche über 72.000 ETH (281 Millionen US-Dollar) an Überweisungen von FalconX und BitGo erhalten haben, was eine scheinbar koordinierte Strategie des Unternehmens und anderer OTC-Desks zum Aufbau von Positionen in schwachen Zeiten untermauert.
Wale sind wieder auf der Jagd
BitMine ist mit seiner Überzeugung nicht allein. Analysten bei WhaleMap und Arkham Notiz dass andere große Investoren und Institutionen seit Anfang Oktober kontinuierlich Ethereum anhäufen, wobei mehr als 400.000 ETH von Börsen in Cold Wallets fließen.
Die Devisenreserven sind auf den tiefsten Stand seit drei Jahren gesunken, was darauf hindeutet, dass große Akteure weiterhin langfristige Positionen halten, anstatt mit kurzfristiger Volatilität zu handeln. Laut On-Chain-Daten übersteigen die kumulierten institutionellen Bestände in Unternehmenskassen und Ethereum-ETFs mittlerweile 12,8 Millionen ETH, was über 10 % des Gesamtangebots entspricht.
Tom Lee bleibt einer der bekanntesten Ethereum-Bullen auf dem Markt. Kürzlich bekräftigte er seine Prognose, dass ETH bis Ende 2025 zwischen 12.000 und 15.000 US-Dollar erreichen könnte, und verwies dabei auf die wachsende Rolle von Ethereum bei der Tokenisierung, der dezentralen Finanzierung und der KI-gesteuerten Infrastruktur.
Seine optimistischen Argumente beruhen auf der Liquiditätsdynamik: Wenn die Zinsen sinken und die Risikobereitschaft zurückkehrt, könnten der Nutzen und die Verbrauchsrate von Ethereum zu einer echten Angebotsverknappung führen. Lee beschreibt diese Phase als „echte Preisfindung“ und nicht als Spekulation. Parallel dazu ehemaliger BitMEX-CEO Arthur Hayes hat sich ebenfalls verdoppelt und prognostiziert, dass Ethereum noch vor Jahresende 10.000 US-Dollar erreichen könnte, da der makroökonomische Gegenwind nachlässt und die DeFi-Aktivität wieder ansteigt.
BitMine kauft die ETH strategisch
Der Zeitpunkt dieser Käufe geht dem Markt nicht verloren. Der Akkumulation von BitMine im Oktober folgte eine scharfe Korrektur, die mehr als 19 Milliarden US-Dollar an gehebelten Positionen im gesamten Krypto-Bereich vernichtete. Ethereum sank kurzzeitig unter 3.800 $, bevor er wieder auf über 4.100 $ anstieg. Die strategischen Käufe von BitMine trugen dazu bei, das Vertrauen während dieser volatilen Sitzungen zu stärken. Als Krypto-Investor Ted Pillows kommentiert:
„Bitmine hat heute $ETH im Wert von 279.640.000 US-Dollar gekauft. Große Player akkumulieren Ethereum.“
Hinter den Zahlen verbirgt sich ein tieferes Narrativ: Institutionelle Akteure scheinen sich auf die nächste Wachstumsphase von Ethereum vorzubereiten. Da das Abwicklungsvolumen von Stablecoins auf Ethereum im dritten Quartal 5 Billionen US-Dollar überstieg (ein Allzeithoch), bleibt die Dominanz des Netzwerks als Abwicklungsschicht unangefochten.
Für langfristige Investoren wie BitMine geht es weniger um das Timing des Marktes als vielmehr um den Aufbau der Infrastrukturschicht eines neuen Finanzsystems. In diesem Zusammenhang wird jeder Rückgang eher zu einem Rabatt als zu einer Abschreckung.


