BlackRock hat sein iShares Bitcoin Exchange-Traded Product (ETP) offiziell an der London Stock Exchange (LSE) notiert.
Dies geschieht, nachdem die Financial Conduct Authority (FCA) Entscheidung zur Lockerung der Beschränkungen zu kryptobezogenen Anlageprodukten.
Der ETPTickersymbol IB1T, ermöglicht Privatanlegern den Zugang zu Bitcoin, ohne die Kryptowährung direkt zu handeln oder zu speichern, und bietet so einen vereinfachten Einstiegspunkt in den Markt für digitale Vermögenswerte.
Das Produkt ist vollständig physisch abgesichert, wobei alle Bitcoins sicher verwahrt werden über Coinbase.
BlackRock betonte, dass das ETP die technischen Herausforderungen beim Halten von Kryptowährungen beseitigt und die Verantwortung für die sichere Speicherung auf den Emittenten überträgt.
Nach Angaben des Unternehmens nutzt Coinbase eine Kombination aus physischer Sicherheit, Mehrparteienberechnungen und täglichen Überweisungen an getrennte Cold-Storage-Wallets, um Anlegern Schutz auf institutionellem Niveau zu gewährleisten.
„Das iShares Bitcoin ETP nutzt die jahrelange Integration zwischen Coinbase und BlackRock und bietet britischen Anlegern einen sicheren Zugang zu digitalen Vermögenswerten über traditionelle Handelsplattformen“, sagte Jane Sloan, EMEA Head of Global Product Solutions bei BlackRock.
Da der Besitz von Kryptowährungen im Vereinigten Königreich im Laufe des nächsten Jahres voraussichtlich auf fast vier Millionen Erwachsene anwachsen wird, wird die Einführung als zeitgemäß angesehen und bietet Zugang zu einem regulierten, vertrauten Anlageinstrument.
Das ETP hat eine Gesamtkostenquote (TER) von 15 Basispunkten pro Jahr, einschließlich einer vorübergehenden Gebührenbefreiung bis Ende 2025.
Ab dem 1. Januar 2026 erhöht sich die TER auf 25 Basispunkte. Das BlackRock Investment Institute berät dass für Anleger mit angemessener Governance und Risikotoleranz eine Allokation von 1–2 % in Bitcoin innerhalb von Multi-Asset-Portfolios sinnvoll ist, was sowohl das potenzielle Aufwärtspotenzial als auch die hohe Volatilität des Vermögenswerts widerspiegelt.
Aufhebung des britischen Einzelhandelsverbots für ETNs und ETPs
Das Debüt folgt auf eine regulatorische Änderung im Vereinigten Königreich, nachdem die FCA ihr vierjähriges Verbot des Einzelhandelszugangs zu kryptogebundenen Exchange Traded Notes (ETNs) und ETPs aufgehoben hatte. Zuvor waren Privatanleger aufgrund der hohen Volatilität und Bedenken hinsichtlich des Verbraucherrisikos von solchen Produkten ausgeschlossen.
Die FCA stellte fest, dass der Markt gereift ist, da solche Anlagen dank institutioneller Depotbanken und verbesserter Liquidität besser für regulierte Märkte geeignet sind.
Während das Einzelhandelsverbot für Krypto-Derivate bestehen bleibt, hat die FCA darauf hingewiesen, dass risikoreiche Investitionen weiterhin überwacht werden, und hat die Tür für Fonds-Tokenisierungsinitiativen im Vermögensverwaltungssektor geöffnet.
Die Einführung in Großbritannien spiegelt den Erfolg der Bitcoin-Angebote von BlackRock in den USA wider. Sein Flaggschiff ist jetzt der iShares Bitcoin Trust ETF (IBIT). verwaltet über 100 Milliarden US-Dollardas über traditionelle Brokerage-Konten sowohl Privatanleger als auch institutionelle Anleger anzieht.
Im dritten Quartal 2025 meldete BlackRock Nettozuflüsse in digitale Asset-Produkte in Höhe von 17 Milliarden US-Dollar, was die starke Nachfrage nach reguliertem Krypto-Engagement unterstreicht.

