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Passives Einkommen ist für viele von uns der heilige Gral des Investierens. Und wer möchte nicht im Schlaf verdienen? Dennoch braucht es mehr als nur Glück, um ein stabiles Einkommen ohne übermäßiges Risiko zu erzielen. Es erfordert Disziplin, Geduld und einen scharfen Blick für den Wert.
Ob man mit 60 Jahren in den Ruhestand geht und über genügend passives Einkommen verfügt, um komfortabel leben zu können, hängt von zwei Schlüsselfaktoren ab. Diese sind: Wie viel wird benötigt, um die jährlichen Ausgaben zu decken, und wie zuverlässig können diese Einnahmen erzielt werden?
Für die meisten Anleger besteht das Ziel nicht einfach darin, mit der Arbeit aufzuhören, sondern einen Punkt zu erreichen, an dem Kapitalerträge den Gehaltsscheck ersetzen, ohne die Kapitalbasis – das Geld im Portfolio – zu untergraben.
Ein Stocks and Shares ISA ist dafür ein ideales Vehikel. Durch den steuerfreien Status kann jedes Pfund Dividenden- oder Zinserträge vollständig behalten werden. Das hilft bei der Rendite Verbindung mit der Zeit schneller.
Dieser Vorteil entfaltet sich über Jahrzehnte hinweg besonders stark, insbesondere wenn der Anleger regelmäßig die jährliche Zuwendung einzahlt.
Wie viel passives Einkommen braucht man also, um mit 60 in Rente zu gehen?
Nun, jemand, der einen bescheidenen Ruhestand plant, könnte 20.000 bis 25.000 £ pro Jahr anstreben, während ein komfortablerer Lebensstil 35.000 £ oder mehr erfordern könnte.
Die Umrechnung dieser Zahlen in Anlagebedingungen hängt von der erwarteten Rendite ab. Ein Portfolio mit einer Rendite von 4 % würde etwa 625.000 £ benötigen, um jährlich 25.000 £ zu erwirtschaften.
Dies könnte durch eine persönliche oder staatliche Rente ergänzt werden.
Mathe rechnen lassen
Ok, wie baut man in einem ISA ein Portfolio im Wert von 625.000 £ auf?
Schauen wir uns die Mathematik an.
Wenn ein Investor bei null anfängt und von einem jährlichen Wachstum von 8 % ausgeht, müsste er 28 Jahre lang 500 £ pro Monat einzahlen.
Aber was ist, wenn Sie nicht 28 Jahre alt sind?
Bei einer monatlichen Investition von 1.000 £ würde es 20,5 Jahre dauern – bei einem jährlichen Wachstum von 8 %.
Und wenn die Wachstumsrate stärker wäre?
1.000 £ und eine jährliche Rendite von 12 % würden bedeuten, dass das Ziel in nur 16 Jahren erreicht wird.
Wissen, wo man investieren muss
Für unerfahrene Anleger kann es unglaublich entmutigend sein, zu wissen, wo sie investieren sollen. Aus diesem Grund entscheiden sich viele als Ausgangspunkt für Indexfonds.
Allerdings könnten Anleger, die zu einem aktiveren Ansatz bereit sind, in Erwägung ziehen, in einzelne Aktien zu investieren, um den Markt zu schlagen.
AstraZeneca (LSE:AZN) – das größte Unternehmen im britischen Index – ist auf jeden Fall eine Überlegung wert, insbesondere nachdem der Zolldruck in den USA durch eine Zusage in Höhe von 4,5 Milliarden US-Dollar zur Ausweitung der Produktion in Virginia gemildert wurde.
Der Schritt stärkt seine Beziehungen zu Washington und unterstützt seinen Plan, im Jahr 2030 die Hälfte seines geplanten Umsatzes von 80 Milliarden US-Dollar auf dem US-Markt zu erwirtschaften.
Die Aktie wird mit etwa dem 18-fachen der erwarteten Gewinne gehandelt und weist einen bescheidenen Abschlag gegenüber dem Pharmasektor auf, während ein prognostiziertes jährliches Gewinnwachstum von fast 15 % einen Vorteil bietet Kurs-Gewinn-Wachstum (PEG) Verhältnis von 1,2 – etwa 33 % unter dem Branchendurchschnitt.
Das Hauptrisiko liegt in der Branche. Hohe Ausgaben für Forschung und Entwicklung führen nicht immer zu marktfähigen Durchbrüchen.
Der starke Fokus von AstraZeneca auf die Onkologie und die umfangreiche Medikamentenpipeline bieten jedoch Spielraum für nachhaltiges langfristiges Wachstum und mindern einen Teil des Forschungs- und Entwicklungsrisikos.
Wenn ein Anleger jedoch bereits über 625.000 £ verfügt und auf der Suche nach einem passiven Einkommen ist, gibt es möglicherweise bessere Dividendenaktien.

