Um die aktuelle Lage des US-Immobilienmarkts vollständig zu verstehen, ist es wichtig, ihn durch die Linse mehrerer wichtiger wirtschaftlicher Entwicklungen der letzten Jahre zu betrachten.
Im Jahr 2022 stieg die Inflation dramatisch an, was die Federal Reserve dazu veranlasste, den Leitzins anzuheben, um die Konsumausgaben durch eine Verteuerung von Krediten und Krediten einzudämmen.
Dieses durchsetzungsfähige Geldstrategie Ziel war es, die Inflation von ihrem Höchststand von 9 % auf das langjährige Ziel der Fed von 2 % zu senken. Bis Ende 2024 hatte sich die Inflation allmählich abgeschwächt, was die Fed dazu veranlasste, einen Kurswechsel vorzunehmen und mit der Senkung der Zinssätze zu beginnen.
Doch im Gegensatz zu weit verbreiteten Prognosen, dass die Hypothekenzinsen als Reaktion darauf unter 6 % sinken würden, erholten sie sich stattdessen wieder und kletterten wieder auf 7 %.
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Anhaltende wirtschaftliche Unsicherheit, unberechenbares Marktverhalten und anhaltende Inflationskräfte haben dafür gesorgt, dass die Hypothekenzinsen hoch bleiben. Dies hat den Immobilienmarkt abgekühlt und sowohl potenzielle Käufer als auch aktuelle Hausbesitzer davon abgehalten, umzuziehen.
Am 17. September erließ die Federal Reserve einen Beschluss eine Senkung des Federal Funds Rate um einen Viertelpunktwobei der Bereich von 4,25 % bis 4,5 % auf 4,0 % bis 4,25 % angepasst wird.
Dies war die erste Zinssenkung seit Dezember 2024, die auf die zunehmende Besorgnis über sinkende Beschäftigungszahlen und eine anhaltende Inflation zurückzuführen war. Beamte der Fed haben angedeutet, dass weitere Zinssenkungen später im Jahr 2025 in Betracht gezogen werden könnten.
Vor diesem Hintergrund berichtet das staatlich geförderte Unternehmen Fannie Mae über eine baldige Änderung der Hypothekenzinsen und anderer wichtiger Datenpunkte im US-Immobilienmarkt und in der Wirtschaft im Allgemeinen.
Fannie Mae prognostiziert einen Rückgang der Hypothekenzinsen
Die Economic and Strategic Research (ESR) Group von Fannie Mae unter der Leitung von Mark Palim, Senior Vice President und Chefökonom, liefert datengesteuerte Erkenntnisse, die Entscheidungsträgern im Immobilien- und Hypothekensektor als Orientierung dienen sollen.
Die Gruppe hofft, mit ihren detaillierten Prognosen, Umfragen und analytischen Studien Entscheidungen in der Branche zu treffen.
In seinem Wirtschafts- und Wohnungsausblick Oktober 20252025 hat Fannie Mae eine Änderung ihrer Hypothekenzinsprognose für 2025 vorgenommen, die wahrscheinlich als gute Nachricht für Menschen begrüßt wird, die Häuser kaufen und verkaufen möchten.
„Wir gehen davon aus, dass die Hypothekenzinsen bis Ende 2025 und 2026 bei 6,3 Prozent bzw. 5,9 Prozent liegen werden, verglichen mit 6,4 und 5,9 Prozent in unserer vorherigen Prognose“, schrieb das Unternehmen.
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Es enthielt auch einen Hinweis zu den Aussichten für Hausverkäufe.
„Unsere Prognose für die gesamten Hausverkäufe im Jahr 2025 wurde von 4,72 Millionen zuvor auf 4,74 Millionen revidiert“, berichtete Fannie Mae. „Unsere Prognose für den Hausverkauf im Jahr 2026 liegt bei 5,16 Millionen und bleibt damit gegenüber der vorherigen Prognose unverändert.“
Der ESR gilt weithin als zuverlässige Quelle wirtschaftlicher Informationen und bietet Perspektiven zu den Trends und Kräften, die die gesamte Wirtschaft und die Immobilienlandschaft beeinflussen. Seine Arbeit erreicht ein breites Spektrum an Interessengruppen, darunter Verbraucher, Kreditgeber, Investoren und politische Entscheidungsträger.
Fannie Mae prognostiziert Immobilienpreise und neue Hypotheken
Fannie Mae hat auch Aktualisierungen seiner Prognosen für Immobilienpreise und die Vergabe von Einfamilienhypotheken vorgenommen.
- In einer vierteljährlichen Aktualisierung seiner Immobilienpreisprognose berichtete das staatlich geförderte Unternehmen, dass es für die Jahre 2025 und 2026 ein Wachstum der Immobilienpreise von 2,5 Prozent bzw. 1,3 Prozent im Jahresvergleich im vierten Quartal erwartet – verglichen mit 2,8 Prozent bzw. 1,1 Prozent in unserer vorherigen Prognose.
- Fannie Mae prognostiziert für die Jahre 2025 und 2026 ein Gesamtvolumen von 1,88 Billionen US-Dollar bzw. 2,35 Billionen US-Dollar an Einfamilienhypotheken, verglichen mit ihrer vorherigen Prognose von 1,85 Billionen US-Dollar bzw. 2,32 Billionen US-Dollar.
Fannie Mae passt die BIP- und VPI-Erwartungen an
Fannie Mae veröffentlichte außerdem die folgenden Prognosen für die US-Wirtschaft insgesamt.
- Wir haben unsere Wachstumsaussichten für das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) für 2025 und 2026 auf 1,9 Prozent bzw. 2,3 Prozent auf Q4/Q4-Basis revidiert, verglichen mit 1,5 Prozent bzw. 2,1 Prozent in unserer vorherigen Prognose.
- Wir prognostizieren, dass der Verbraucherpreisindex (VPI) im vierten Quartal 2025 bei 2,9 Prozent liegen wird, was einem Rückgang gegenüber unserer September-Prognose von 3,1 Prozent entspricht. Der Ausblick für 2026 liegt bei 2,7 Prozent (von zuvor 2,6 Prozent). Es wird erwartet, dass der Kern-VPI im vierten Quartal 2025 bei 3,1 Prozent (gegenüber zuvor 3,2 Prozent) und im Jahr 2026 bei 2,6 Prozent (gegenüber zuvor 2,7 Prozent) liegen wird.
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