Laut NYDIG Forschungwerden die Preisbewegungen von Bitcoin eher von der Stärke des US-Dollars und den allgemeinen Liquiditätsbedingungen als von einem direkten Zusammenhang mit der Inflation bestimmt.
Greg Cipolaro, der globale Forschungsleiter von NYDIG, sagte, die Daten zeigten schwache und inkonsistente Zusammenhänge zwischen Inflation Maßnahmen und Bitcoin. Diese Sichtweise lenkt die Aufmerksamkeit von der alten Erzählung ab, dass Bitcoin hauptsächlich ein Inflationsschutz sei.
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Inflationslink schwach
Cipolaro argumentierte, dass die Inflationserwartungen ein etwas besseres Signal seien als die Gesamtinflationswerte, aber immer noch kein verlässlicher Indikator für Bitcoin Preis.
Stattdessen tendieren sowohl Bitcoin als auch Gold dazu, zu gewinnen, wenn der US-Dollar schwächer wird. Während die umgekehrte Beziehung von Gold zum Dollar seit langem bekannt ist, ist die entgegengesetzte Bewegung von Bitcoin zum Dollar neuer, aber sichtbar.
Gold und Bitcoin reagieren auf Dollarbewegungen
Basierend auf Berichten, Gold ist in der Vergangenheit gestiegen, als der Dollar fiel. Bitcoin folgt diesem Muster, obwohl seine Korrelation weniger stabil ist als die von Gold.
Da Bitcoin immer stärker mit dem Mainstream-Finanzwesen verbunden wird, geht NYDIG davon aus, dass sich seine umgekehrte Beziehung zum Dollar wahrscheinlich verstärken wird.
Dies ist für Händler sinnvoll, die alles in Dollar bewerten und nach Alternativen suchen, wenn der Dollar an Kaufkraft verliert.

Zinssätze und Geldmenge
Cipolaro hob Zinssätze und Geldmenge als die beiden wichtigsten makroökonomischen Hebel hervor, die sowohl Gold als auch Bitcoin bewegen.
Niedrigere Zinssätze und eine lockerere Geldpolitik haben tendenziell zu höheren Preisen für diese Vermögenswerte geführt.
Vereinfacht ausgedrückt: Wenn die Kreditkosten sinken und die Liquidität steigt, profitiert Bitcoin oft. In der Notiz wurde Gold eher als eine Absicherung des realen Zinssatzes dargestellt, während Bitcoin als ein Maß für die Marktliquidität beschrieben wird – ein subtiler, aber wichtiger Unterschied für Anleger.
Illiquides Angebot sinkt, Verkaufsdruck kehrt zurück
On-Chain-Daten zeigen Anzeichen eines erneuten Verkaufs. Berichten zufolge sind illiquide Bitcoin – Münzen, die in lange ruhenden Geldbörsen gehalten werden – von 14,38 Millionen Anfang Oktober auf 14,300 Millionen am 23. Oktober gesunken.
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Diese Änderung bedeutet, dass etwa 62.000 BTC, die zu aktuellen Preisen etwa 6,8 Milliarden US-Dollar wert sind, wieder in Umlauf gebracht wurden. In der Vergangenheit übten große Zuflüsse durchaus Preisdruck aus. Im Januar 2024 war eine beträchtliche Menge an Münzen verfügbar, was zu einer Abschwächung der Preisdynamik führte.

Laut Glassnode-Daten kam es zu einem anhaltenden Ausverkauf von Wallets mit 0,1 bis 100 BTC, und das Erstkäuferangebot ist auf etwa 213.000 BTC gesunken.
Die Gesamtbewertung aus makroökonomischer Sicht und On-Chain-Kennzahlen ist nicht positiv. Die Nachfrage neuer Käufer scheint geringer zu sein, Momentum-Händler scheinen zurückgetreten zu sein und es stehen jetzt mehr Münzen zum Handel zur Verfügung. Diese Kombination kann Rallyes abschwächen oder Rückgänge verstärken, bis sich die Liquiditätsbedingungen verbessern oder der Dollar schwächer wird.
Ausgewähltes Bild von Gemini, Diagramm von TradingView

