Laut Morgan Stanley hat sich die Stimmung der Anleger gegenüber dem US-Dollar zum ersten Mal seit Anfang 2025 ins Positive gedreht, was das wachsende Vertrauen in die US-Wirtschaftsaussichten widerspiegelt.
In einer Mitteilung an die Kunden sagten die Strategen der Bank, dass die Verschiebung mit der zunehmenden Unsicherheit im Ausland – insbesondere den politischen Entwicklungen in Japan und Frankreich – zusammenfällt, die die relative Attraktivität von Nicht-Dollar-Anlagen gemindert haben.
Die Strategen fügten hinzu, dass die Nachfrage nach einem Abwärtsschutz gegen einen schwächeren US-Dollar nachlasse, was darauf hindeutet, dass Anleger kurzfristig nur ein begrenztes Risiko einer Dollarkorrektur sehen.
Allerdings warnte Morgan Stanley davor, dass die Stärke des Dollars möglicherweise nicht ewig anhalten werde. Die Währung könnte erneut unter Druck geraten, wenn die kommenden US-Daten keine überzeugende Erholung zeigen, insbesondere bei der Beschäftigung.
- Der Pessimismus im Rest der Welt könnte jetzt voll eingepreist, wenn nicht sogar überteuert sein
- Eine weitere Währungsabsicherung bleibt plausibel, da die Märkte beginnen, das relative Wachstum und die politische Entwicklung neu zu bewerten
—
Die Verlagerung von Morgan Stanley hin zu einer positiveren Dollar-Haltung deutet auf weiteres kurzfristiges Aufwärtspotenzial für USD-Kreuzpaare hin, insbesondere gegenüber dem Yen und dem Euro. Allerdings könnten Händler ihre optimistischen Positionen abschwächen, wenn die US-Beschäftigungs- oder Inflationsdaten die Erwartungen einer Zinssenkung wieder aufleben lassen. Allerdings liegen aus den USA aufgrund des Regierungsstillstands nur wenige Daten vor.

