Die Kryptomärkte bereiten sich auf große Volatilität vor, da Bitcoin- und Ethereum-Optionen im Wert von 17 Milliarden US-Dollar am Freitag auslaufen.
Zusammenfassung
- Bitcoin- und Ethereum-Optionskontrakte im Wert von über 17 Milliarden US-Dollar laufen am Freitag aus
- Out-of-the-money-Optionen dominieren die Bestände der Händler mit 82,5 % des offenen Interesses
- Der Zeitpunkt überschneidet sich mit wichtigen Makroereignissen, was die Volatilität verstärken könnte
Die Kryptomärkte bereiten sich auf ein großes, volatilitätsförderndes Ereignis vor. Am Freitag, dem 31. Oktober, laufen an der Krypto-Derivatebörse Deribit Bitcoin- und Ethereum-Optionskontrakte im Wert von über 17 Milliarden US-Dollar aus.
Für Bitcoin (BTC)72.716 BTC-Call-Optionskontrakte und 54.945 BTC-Put-Optionskontrakte im Gesamtwert von 14,4 Milliarden US-Dollar laufen am Freitag aus. Auf der anderen Seite 2,6 Milliarden US-Dollar in Ethereum (ETH) Die Optionen laufen am selben Tag ab.
Da Calls Puts dominieren, wetten Händler, dass BTC vor Ablauf steigen wird. Bemerkenswert ist, dass das maximale Schmerzniveau für Bitcoin bei 114.000 US-Dollar liegt, also dem Niveau, bei dem die meisten Optionen wertlos sind. Dies ist von Bedeutung, da Market Maker eine Absicherung vornehmen können, die den Preis in Richtung dieses Niveaus zieht, insbesondere kurz vor Ablauf.
Bei Händlern besteht eine klare Präferenz für spekulative Positionierungen. 82,5 % der Optionskontrakte sind aus dem Geld, was bedeutet, dass Händler ihre Positionen nicht absichern. Stattdessen handelt es sich bei diesen Optionen um Wetten auf den zukünftigen Preis von BTC und ETH.
Der Ablauf von Bitcoin- und Ethereum-Optionen könnte Volatilität auslösen
Optionsverfallsereignisse erhöhen typischerweise die Volatilität auf dem Markt. Sie können große Bewegungen am Spotmarkt auslösen, wenn Händler ihre Positionen auflösen und ihre Portfolios neu ausbalancieren. Dieser Effekt ist noch größer, wenn es eine große Menge an Optionen gibt, die aus dem Geld sind.
Das Ereignis fällt auch mit wichtigen makroökonomischen Ereignissen zusammen, darunter der Zinsentscheidung des FOMC und wichtigen Unternehmensgewinnen. Diese Ereignisse könnten die kurzfristige Volatilität am Markt weiter verstärken.

