Der Bank von Kanada lieferte zum zweiten Mal in Folge 25 ab Basispunkt Am Mittwoch wurde der Leitzins gesenkt, wodurch der Tagesgeldsatz auf 2,25 % angehoben wurde, doch die Märkte überraschten, indem sie signalisierten, dass der Lockerungszyklus möglicherweise vorbei sei.
Die Entscheidung fiel, als die politischen Entscheidungsträger die Wachstumsprognosen drastisch senkten und auf die anhaltenden Handelsstörungen verwiesen, die Kanadas Wirtschaftslandschaft grundlegend verändert haben.
Während die Zinssenkung allgemein erwartet wurde, ist die der Zentralbank hawkisch Die Forward Guidance überraschte einige Händler und löste eine erste Rallye im Loonie aus, bevor die breiteren Marktkräfte die Bewegung umkehrten.
Wichtige Erkenntnisse
- Zinssenkung wie erwartet: Der Tagesgeldsatz wurde um 25 Basispunkte auf 2,25 % gesenkt, der niedrigste seit Juli 2022, wobei der Bankzinssatz bei 2,5 % und der Einlagenzins bei 2,20 % liegt.
- Lockerungszyklus wahrscheinlich abgeschlossen: In der Stellungnahme heißt es, dass der aktuelle Leitzins „ungefähr auf dem richtigen Niveau“ sei, wenn sich die Wirtschaft im Einklang mit den Prognosen entwickelt
- Wachstumsprognosen wurden gesenkt: Das BIP wird nun voraussichtlich 1,2 % im Jahr 2025 und 1,1 % im Jahr 2026 betragen, ein deutlicher Rückgang gegenüber den 1,8 %-Prognosen vom Januar für beide Jahre
- Bauschäden anerkannt: Gouverneur Macklem betonte, der Handelskrieg habe zu dauerhaften Kapazitätsverlusten geführt, die durch die Geldpolitik nicht wiederhergestellt werden könnten
- Inflation eingedämmt: Der Gesamt-VPI liegt bei 2,4 %, wird aber im Prognosezeitraum voraussichtlich bei durchschnittlich 2 % liegen, obwohl die zugrunde liegenden Kennzahlen nahe bei 2,5 % liegen.
- Arbeitsmarkt schwach: Die Arbeitslosigkeit bleibt bei 7,1 %, wobei in handelssensiblen Sektoren der Stellenabbau zunimmt
Link zur offiziellen Erklärung der Bank of Canada (Oktober 2025)
In seiner Pressekonferenz schlug Gouverneur Macklem einen vorsichtigen Ton an und wies darauf hin, dass das BOC zu Einzelszenario-Prognosen zurückgekehrt sei, und betonte: „Es besteht weiterhin erhebliche Unsicherheit.Er sagte, die Geldpolitik könne der Wirtschaft bei der Anpassung helfen, könne aber den durch die Zölle verursachten strukturellen Schaden nicht ungeschehen machen, und beschrieb die Schwäche als „einen strukturellen Übergang“ und nicht als einen typischen Abschwung.
Das erklärte der Gouverneur Weitere Kürzungen würden „eine wesentlich veränderte Wirtschaftsaussicht“ erfordern. da sich die gegenläufigen Effekte der Zölle auf Nachfrage und Kosten weitgehend ausgleichen. Er räumte zwar die Schwäche des Arbeitsmarktes und die Arbeitsplatzunsicherheit ein, betonte jedoch, dass die jüngsten Zinssenkungen den Konsum und den Wohnungsbau gestützt hätten, und fügte hinzu, dass die BOC bereit sei, zu reagieren, wenn sich die Bedingungen verschlechtern.
Link zur BOC-Pressekonferenz (Oktober 2025)
In seinem vierteljährlichen geldpolitischen Bericht zeigte das BOC, dass das Wachstum schleppend bleiben wird und im Zeitraum 2026–2027 durchschnittlich nur 1,4 % betragen wird, wobei die Produktion voraussichtlich 1,5 % unter den vorherigen Prognosen bleiben wird. Darin wurde gewarnt, dass strukturelle Veränderungen bei den Zöllen die Kapazität dauerhaft reduziert und die Nachfrage geschwächt hätten, was die Erholung bremste.
Die Bank geht davon aus, dass die Gesamtinflation nahe bei 2 % liegt, da ein Überangebot und ein stärkerer Loonie die zollbedingten Kosten ausgleichen, obwohl die Kerninflation stabil bei etwa 3 % bleibt.
Ein schwacher Arbeitsmarkt und ein langsameres Bevölkerungswachstum dürften die Schaffung von Arbeitsplätzen begrenzen und die Haushaltsausgaben gedämpft halten.
Link zum BOC Quarterly Monetary Policy Report (Oktober 2025)
Marktreaktionen
Kanadischer Dollar vs. Hauptwährungen: 5 Min
Überlagerung von CAD vs. Hauptwährungen Diagramm von TradingView
Der kanadische Dollar, der kurz nach Eröffnung der US-Sitzung nachgab, stieg nach der BOC-Ankündigung sprunghaft an, da Händler die Aussage, dass die Zinssätze „ungefähr auf dem richtigen Niveau“ seien, als restriktives Signal betrachteten.
Die Renditen von Staatsanleihen stiegen, wobei die 10-jährigen Staatsanleihen um 11 Basispunkte auf 3,15 % zulegten, da die Märkte kurzfristige Zinssenkungen einpreisten. Der Loonie baute seine Gewinne im Laufe des Vormittags aus, unterstützt sowohl durch den Ton der BOC als auch durch eine Erholung der Ölpreise nach einem unerwartet großen Lagerabbau in den USA.
Mit dem Handelsschluss in London und der Mitte des US-Handels verlagerte sich der Fokus auf das politische Ereignis des FOMC. Die Rallye des Loonie ließ nach der Fed-Entscheidung schnell nach, als Powells Kommentar, dass eine Zinssenkung im Dezember „keine Selbstverständlichkeit“ sei, den US-Dollar ankurbelte und den USD/CAD-Kurs wieder auf 1,3950 trieb.
Der Schritt unterstreicht, dass der CAD trotz des restriktiven Tons der BOC weiterhin von breiteren Dollartrends und der Risikostimmung bestimmt wird. Anhaltende Handelsspannungen und strukturelle wirtschaftliche Herausforderungen hielten die Gewinne in Grenzen, so dass die Währung gegenüber den meisten Hauptwährungen höher lag, gegenüber dem US-Dollar jedoch bis zum Ende des Tages nur geringfügig fester wurde.

