Investing.com – Der jüngste Ausverkauf in Großbritannien könnte sich seinem Ende nähern, sagen Analysten von ING, die davor warnen, vor der Sitzung der Bank of England nächste Woche einer weiteren Schwäche des Pfund Sterling nachzujagen.
Der jüngste Rückgang des Pfunds ist darauf zurückzuführen, dass Anleger damit rechnen, dass die britische Bundeskanzlerin Rachel Reeves im kommenden Novemberhaushalt an Haushaltsdisziplin festhalten und möglicherweise eine stärkere Straffung der Haushaltspolitik umsetzen wird, um den Spielraum für den Haushalt wiederherzustellen.
Dieser fiskalpolitische Kurs hat die Märkte zu der Annahme veranlasst, dass die Bank of England die Zinssätze früher senken muss, um die Wirtschaft zu stützen.
Die GBP-Swapsätze haben sich in diesem Monat erheblich verändert, da die Händler ihre Erwartungen angepasst haben und nun einen BoE-Endzinssatz von 3,25 % bis zum Sommer 2026 einpreisen.
ING-Analysten weisen darauf hin, dass diese Neubewertung des BoE-Politikzyklus möglicherweise vorerst weit genug gegangen ist, sodass es riskant ist, das Pfund Sterling unter die wichtige Unterstützung bei 1,3140/50 für GBP/USD oder über den Bereich von 0,8850/70 für GBP/USD zu drücken.
Die Bank geht davon aus, dass das Pfund tatsächlich einen Teil seiner jüngsten Verluste wettmachen könnte, wenn die BoE bei ihrer bevorstehenden Sitzung des geldpolitischen Ausschusses nächste Woche eine restriktivere Sprache beibehält.

