Amazon und Microsoft haben den vorgeschlagenen Gain AI Act unterstützt, einen US-Gesetzentwurf, der Nvidia und andere Chiphersteller daran hindern würde, fortschrittliche Halbleiter nach China und in andere Embargomärkte zu exportieren, bis die Inlandsnachfrage vollständig gedeckt ist. Der Schritt stellt eine ungewöhnliche politische Kluft zwischen Nvidia und zwei seiner größten Kunden dar und verdeutlicht den zunehmenden Wettbewerb um KI-Chips in den Vereinigten Staaten.
Die Gesetzgebung zielt darauf ab, die US-Versorgung für Cloud-Anbieter und Rechenzentrumsbetreiber sicherzustellen, die um den Aufbau einer KI-Infrastruktur kämpfen. Es erhält Unterstützung von Amazon, Microsoft und dem KI-Entwickler Anthropic, die eine Klausel befürworten, die „vertrauenswürdigen Unternehmen“ Exportausnahmen gewährt, ohne dass staatliche Lizenzen erforderlich sind, eine Bestimmung, die ihre globalen Aktivitäten erleichtern und ihnen möglicherweise einen Wettbewerbsvorteil verschaffen würde.
Nvidia, das rund 80 % des Marktes für KI-Chips kontrolliert, hat eine starke Lobbyarbeit gegen den Gesetzentwurf unternommen und in diesem Jahr 3,5 Millionen US-Dollar ausgegeben. Das Unternehmen argumentiert, dass das Gesetz zu einer Verzerrung der globalen Halbleitermärkte führen und zu noch strengeren Exportbeschränkungen aus Washington führen könnte.
Der Gain AI Act wird von wichtigen Demokraten, darunter dem Mehrheitsführer im Senat, Chuck Schumer, unterstützt und könnte noch vor Jahresende in den National Defense Authorization Act integriert werden. Es bedarf jedoch noch der Zustimmung des Senats und der Republikaner im Repräsentantenhaus und stößt bei einigen Beamten des Weißen Hauses auf Skepsis. Befürworter sind der Ansicht, dass der Gesetzentwurf von wesentlicher Bedeutung ist, um künftige Chip-Engpässe zu verhindern und die Führungsrolle der USA im Bereich KI zu stärken.

