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Ich bin ständig auf der Suche nach erstklassigen Aktien, die ich meinem passiven Einkommensportfolio hinzufügen kann. Und mit Blick auf das Ganze FTSE 100, Rechts- und allgemeine Gruppe (LSE:LGEN) sticht derzeit aus der Masse heraus. Warum? Denn mit 8,9 % weist es derzeit die höchste Rendite im Index auf!
Andere Einkommensinvestoren scheinen ebenfalls darauf aufmerksam geworden zu sein, wobei die Aktien von Legal & General im letzten Monat zu den Top-10-Käufen gehörten AJ Bell. Und es ist nicht schwer zu verstehen, warum.
Mit nur 4.655 Aktien können Anleger bei der aktuellen Ausschüttungshöhe jedes Jahr 1.000 £ an Dividenden verdienen. Betrachtet man den heutigen Aktienkurs, würde eine solche Investition etwa 11.350 £ kosten. Im Vergleich dazu müssten passive Indexinvestoren etwa 32.260 £ ausgeben, um die gleiche Einnahmequelle zu erzielen.
Sollte ich mich also beeilen, diese hochrentierliche FTSE-Aktie zu kaufen? Oder ist das eine Investitionsfalle?
Weitere Dividenden in Sicht
Auf den ersten Blick gibt es viel Positives an der Dividende von Legal & General. Abgesehen von der hohen Rendite ist es dem Versicherungsriesen in 14 der letzten 15 Jahre gelungen, die Ausschüttungen an die Aktionäre um durchschnittlich 11,8 % pro Jahr zu steigern. Und dieser Trend hat sich offenbar auch im Jahr 2025 fortgesetzt, wobei die Zwischendividende einen weiteren Schub erfahren hat.
Mit Blick auf die Zukunft könnte sich ein weiteres Dividendenwachstum abzeichnen. Das Management hat Anfang des Jahres seine Ambitionen dargelegt, 5 Milliarden Pfund durch Dividenden an die Aktionäre zurückzugeben Aktienrückkäufe.
Das klingt natürlich nach einer Selbstverständlichkeit. Warum profitieren also nicht mehr Anleger von der hohen Rendite?
Nichts ist garantiert
Nach den jüngsten Ergebnissen der Kanzlei generiert Legal & General genug Cashflow zur Deckung seiner Dividendenverpflichtungen. Allerdings wird diese Auszahlungsdeckung immer knapper. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 belief sich der Betriebsgewinn auf 905 Millionen Pfund. Aber die im Berichtszeitraum gezahlten Dividenden beliefen sich auf 898 Millionen Pfund.
Mit anderen Worten: Legal & General generiert genügend Cashflow, um seine Rendite zu erzielen. Aber es gibt praktisch keine Fehlertoleranz. Und gerade jetzt könnte es wichtig sein, etwas Spielraum zu haben.
Als Vermögensverwalter und Versicherungsunternehmen reagiert Legal & General sehr empfindlich auf die Volatilität an den Aktien- und Anleihemärkten. Beide stehen derzeit vor makroökonomischen Herausforderungen und Unsicherheiten, die sich negativ auf die Investitionsleistung der Gruppe auswirken und das Neugeschäftsvolumen verringern könnten.
Dies ist heute insbesondere auf dem Rentenrisikotransfermarkt der Fall. Zinssenkungen verringern immer mehr die Möglichkeiten und die Nachfrage nach Rentenversicherungen, die in den letzten Jahren eine hervorragende Gewinnquelle waren.
Wenn diese sinkenden Cashflows jedoch nicht durch andere Finanzprodukte ausgeglichen werden können, könnten die Erträge von Legal & General Schwierigkeiten haben, mit der steigenden Dividendenlast Schritt zu halten. Und in diesem Szenario wäre eine Auszahlungskürzung wahrscheinlich unvermeidlich.
Das Endergebnis
Die hohe Rendite von Legal & General ist zweifellos attraktiv. Es spiegelt aber auch das mit diesem Geschäft verbundene Risiko wider, ebenso wie die relativ flache Aktienkursentwicklung des Konzerns in den letzten fünf Jahren.
Persönlich ist das Risiko für mein Portfolio zu hoch. Dies gilt umso mehr, wenn man bedenkt, dass es derzeit weitaus spannendere und nachhaltigere Dividendenmöglichkeiten gibt, die es zu erkunden gilt.

