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Am 9. November veröffentlichte Warren Buffett seinen jährlichen Brief an Berkshire Hathaway Aktionäre – seine letzte, bevor er zum Jahresende in den Ruhestand geht.
Es handelte sich nicht um das übliche Unternehmensupdate, sondern um ein ergreifendes Zeugnis der bleibenden Prinzipien des legendären Investors. Es erfasste Buffetts Philosophie zu Wohlstand, Führung und Amerikas Zukunft – vermittelt mit der gleichen eindringlichen Weisheit, die Milliarden von Anlegern geleitet hat.
Er nutzte die Gelegenheit auch, um sein Vertrauen in seinen Nachfolger Greg Abel hervorzuheben. Die Kernbotschaft war klar: Er ist es „Still werden“ nach seinem Rücktritt als CEO.
Allerdings wird er nicht ganz verschwinden. Anstelle der ausführlichen Aktionärsbriefe, für die er berühmt ist, überbringt er jährliche Thanksgiving-Botschaften.
Das „Gier“-Problem
In typischer Buffett-Manier waren seine letzten Worte nicht nur zärtlich. Er nutzte den Brief, um eine vernichtende Kritik an den modernen Unternehmensexzessen zu äußern und warnte vor einem gefährlichen Muster, das sich in der amerikanischen Wirtschaft abzeichnet.
Er wies darauf hin, dass die neuen Offenlegungsvorschriften, die Führungskräfte zur Zurückhaltung zwingen sollten, spektakulär nach hinten losgingen. Die Warnung kam Tage, nachdem dies gemeldet wurde Tesla CEO Elon Musk hatte ein Gehaltspaket in Höhe von 1 Billion US-Dollar erhalten.
Er beschrieb den wachsenden Trend als giftig und sagte: „Neid und Gier gehen Hand in Hand.“
Dies mag zwar ein Kommentar zur Unternehmensvergütung sein, gilt aber auch für die Welt der Anleger. Eine Welt, in der übermäßige Gier allzu oft zu Verlusten führt.
Was können Anleger also aus seinem Erbe lernen?
Von einem Mann mit einem Nettovermögen von 147,1 Milliarden US-Dollar Lehren über Gier zu ziehen, mag ironisch klingen, aber nur wenige verstehen die Gefahren von Exzessen besser als er.
Eines seiner berühmtesten Zitate lautet: „Seien Sie ängstlich, wenn andere gierig sind, und seien Sie gierig, wenn andere ängstlich sind.“
Angesichts der überhöhten Bewertungen vieler aktueller Aktien erscheint es angebracht, Angst zu haben. Eine gute Möglichkeit, diesen Rat anzunehmen, könnte darin bestehen, nach weniger zu suchen flüchtig Aktien als Tesla.
Vielmehr könnte es klug sein, einen von Buffetts Favoriten in Betracht zu ziehen: Coca-Cola. Im Vereinigten Königreich ist das in London notierte Unternehmen Coca-Cola Europacific Partners (LSE: CCEP) ist gemessen am Nettoumsatz der größte unabhängige Coca-Cola-Abfüller.
Das 32,74 Milliarden Pfund schwere Unternehmen hat einen Beta-Score von nur 0,7, was auf eine geringe Volatilität hinweist. Es war auf der aufgeführt Londoner Börse (LSE) kurz vor Covid, ist aber in fünf Jahren bereits um 150 % gestiegen.
Schnelles Wachstum mit starkem Umsatz
Seit seiner Börsennotierung ist das Unternehmen stark gewachsen. Es erworben das australische Abfüllunternehmen Coca-Cola Amatil im Jahr 2021 und eine 60-prozentige Beteiligung an Coca-Cola Beverages Philippines im Jahr 2024.
Erfreulicherweise hat sich der Gesamtumsatz von 9,62 Milliarden Pfund im Jahr 2020 auf 18,51 Milliarden Pfund in diesem Jahr fast verdoppelt. Bei einer so großen Marke wie Coca-Cola ist es natürlich unwahrscheinlich, dass dieses Wachstum in absehbarer Zeit an Dynamik verlieren wird.
Aber abgesehen von einem starken Branding und einem starken Cashflow birgt es auch einige Risiken. Bemerkenswert ist, dass rund 8,5 Milliarden Pfund Schulden bei nur 7,72 Milliarden Pfund Eigenkapital stehen. Dadurch ist das Unternehmen bei Konjunkturabschwüngen weniger flexibel und riskiert finanzielle Probleme, wenn die Gewinne zurückgehen.
Ein letzter Abschied
Als einer der größten Investoren aller Zeiten wird Buffett schmerzlich fehlen. Aber sein Vermächtnis lebt in seinen Lehren weiter – und mehr denn je wären Anleger gut beraten, sich diese zu Herzen zu nehmen.
Für Anleger mit einer langfristigen Denkweise ist eine Aktie wie Coca-Cola Europacific eine Überlegung wert. Im heutigen volatilen Wirtschaftsumfeld könnte es einem Portfolio Stabilität und Verteidigung verleihen.

