Morgan Stanley geht davon aus, dass der Euro im ersten Halbjahr 2026 gegenüber einem schwächeren US-Dollar an Wert gewinnen wird, warnt jedoch davor, dass diese Gewinne wahrscheinlich nicht von Dauer sein werden. In ihrem FX-Ausblick für das kommende Jahr geht die Bank davon aus, dass die Europäische Zentralbank möglicherweise unter Druck geraten könnte, weitere Zinssenkungen vorzunehmen und den Einlagensatz von 2,0 % auf 1,5 % zu senken, was die Währung später im Jahr belasten würde.
Strategen sagen, dass die Eurozone weiterhin den verzögerten Auswirkungen der Zollspannungen ausgesetzt sei, nennen aber die Fiskalpolitik als die größere Herausforderung. Morgan Stanley argumentiert, dass Berlin seine fiskalpolitischen Lockerungspläne wahrscheinlich weit hinter sich lassen wird und weitaus weniger wirtschaftliche Unterstützung bietet, als die Märkte erwarten – ein weiterer Faktor, der den Euro nach der Jahresmitte belasten könnte.
Die Bank prognostiziert, dass der Euro im ersten Halbjahr 2026 auf 1,23 US-Dollar steigen wird, bevor er bis zum Jahresende auf 1,16 US-Dollar abschwächt, da sich politische Divergenzen und schwächere europäische Fundamentaldaten wieder durchsetzen.

