Der wichtigste Höhepunkt der Sitzung war die Veröffentlichung der Flash-PMIs für die wichtigsten Volkswirtschaften der Eurozone und Großbritannien. Die PMIs der Eurozone waren gut, die des Vereinigten Königreichs jedoch schwach. Auch die Daten zu den Einzelhandelsumsätzen im Vereinigten Königreich, die vor den PMIs veröffentlicht wurden, waren durchweg schwach.
An den Marktpreisen haben sich die Daten nicht wesentlich geändert, da die EZB immer noch in Wartestellung zu sehen ist, während die BoE auf der bevorstehenden Sitzung im Dezember voraussichtlich eine Zinssenkung um 25 Basispunkte vornehmen wird.
Eine weitere bemerkenswerte Neuigkeit waren die Kommentare der japanischen Finanzministerin Katayama, die dem JPY Auftrieb gaben, als sie sagte, dass sie eine verantwortungsvolle Finanzpolitik verfolgen würden und dass die Gesamtzahl der Anleiheemissionen in diesem Geschäftsjahr unter der des letzten Geschäftsjahres liegen werde.
Abschließend haben wir von EZB-Präsidentin Lagarde und EZB-Vizepräsident de Guindos gehört, aber beide haben lediglich die neutrale Haltung der Zentralbank bekräftigt.
An den Märkten bleibt die Risikostimmung angespannt, da sich der US-Aktien- und Bitcoin-Handel nahe den Tiefstständen des Tages befindet. Der US-Dollar ist an diesem Tag gestiegen, während Edelmetalle wie Gold und Silber gefallen sind.
In der amerikanischen Sitzung erhalten wir die kanadischen Einzelhandelsumsätze, die Flash-Einkaufsmanagerindizes für die USA und die endgültige UMich-Verbraucherstimmung. Die marktbewegendste Veröffentlichung dürften die Flash US PMIs sein. Tatsächlich steht die BoC jetzt am Rande und ein schlechter oder starker Bericht über die Einzelhandelsumsätze wird daran nichts ändern. Die endgültigen UMich-Daten sind selten marktbewegend, da der Markt frische Informationen, also vorläufige Zahlen, mag.
Die US-Flash-PMIs könnten marktbewegend sein, obwohl ich nicht sehe, wie sie die Dinge zum jetzigen Zeitpunkt wesentlich ändern könnten, es sei denn, sie sind sehr stark oder sehr schwach. Der Markt preist eine etwa 30-prozentige Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im Dezember ein, was dies unwahrscheinlich macht, aber einige Hoffnungen aufrechterhält, für den Fall, dass andere Daten Schwäche zeigen oder Fed-Mitglieder eine Zinssenkung signalisieren, bevor am nächsten Samstag die Sperrfrist beginnt.

