Credit Argicole weist darauf hin, dass aus heutiger Sicht „viele EUR-Positive und USD-Negative bereits im Preis enthalten sind“, wenn man EUR/USD betrachtet. Wenn man dies berücksichtigt, schränkt dies kurzfristig den Spielraum für weitere Aufwärtsbewegungen des Paares ein. Daher behält das Unternehmen für den Rest des Jahres 2025 eine neutralere Haltung bei.
Was die Aufwärtsrisiken betrifft, argumentieren sie, dass weitere Angriffe von Trump auf die Unabhängigkeit der Fed und die Schwäche der US-Daten nach dem Shutdown dem EUR/USD vorübergehenden Auftrieb verleihen könnten. Die Gesamtaussichten des „Sell America“-Handels haben sich jedoch noch nicht ganz konkretisiert. Credit Agricole weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass wir immer noch rekordverdächtige ausländische Zuflüsse in US-Vermögenswerte verzeichnen, was ein unterstützender Faktor für den Dollar sei.
Über den zweiten Punkt haben wir bereits im September gesprochen Hier.
Um auf die Anmerkung von Credit Agricole zurückzukommen, warnen sie, dass die politischen Risiken in Frankreich in der Schlussphase des Jahres 2025 erneut auftauchen könnten – was für neuen Gegenwind für den Euro sorgen würde. Das wiederum wird alle größeren Gewinne des Paares vor dem Jahreswechsel begrenzen. Für das nächste Jahr sind sie eher pessimistischer, da die politischen Risiken in der Eurozone nach wie vor bestehen und der fiskalpolitische Optimismus mittelfristig nachlassen dürfte. Daher rechnen sie mit erneuten EUR/USD-Verkäufen im Laufe des Jahres 2026.

