Der jüngste Beitrag von Michael Saylor hat neue Kaufspekulationen rund um die Bitcoin-Bestände von Strategy ausgelöst. Er teilte ein Portfolio-Diagramm und schrieb: „Was wäre, wenn wir anfangen würden, grüne Punkte hinzuzufügen?“ – eine Linie, die viele Anleger als Anstoß für neue Käufe interpretieren. Laut der Tabelle ist Strategy’s Bitcoin-Vorrat hat einen Wert von fast 60 Milliarden US-Dollar, was insgesamt 649.870 Bitcoins widerspiegelt, die in 87 verschiedenen Käufen erworben wurden.
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Saylors Kommentar spornt Marktgespräche an
Der Tracker des Unternehmens zeigt jeden vergangenen Kauf als orangefarbenen Punkt an. Die Idee der grünen Punkte impliziert, dass neue Markierungen – neue Käufe – auftauchen könnten, wenn Strategy beschließt, mehr Bitcoin hinzuzufügen. Dieses Signal kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Volatilität auf den Kryptomärkten zurückgekehrt ist, was jeden Hinweis auf eine institutionelle Akkumulation zu einem schlagzeilenwürdigen Ereignis macht.
CEO legt dar, wann Verkäufe stattfinden könnten
Laut Strategy-CEO Phong Le wäre ein Verkauf der letzte Ausweg. Le sagte den Zuhörern in einem Podcast, dass das Unternehmen seine Bitcoin nur unter extremen Bedingungen verkaufen werde – vor allem, wenn der Marktwert unter den Nettoinventarwert (NAV) fällt und kein frisches Kapital aufgebracht werden kann.
Was wäre, wenn wir anfangen würden, grüne Punkte hinzuzufügen? pic.twitter.com/a19bD33KzD
— Michael Saylor (@saylor) 30. November 2025
Berichten zufolge geht das Unternehmen davon aus, die jährlichen Dividendenverpflichtungen für Vorzugsaktien in Höhe von etwa 750 bis 800 Millionen US-Dollar zu erfüllen, indem es Kapital aufnimmt, wenn seine Aktien über dem Nettoinventarwert gehandelt werden. Le sagte, dieser Ansatz ermögliche es dem Unternehmen, seine Beteiligungen weiter auszubauen und gleichzeitig die Auszahlungen zu erfüllen.
Schulden- und Dividendenpläne bleiben im Vordergrund
Basierend auf Unternehmensunterlagen sagt das Unternehmen, dass es seine Dividenden auch unter Stress aufrechterhalten kann. Strategy hat kürzlich ein BTC-Credit-Dashboard eingeführt, das Anlegern einen klareren Einblick in die Art und Weise geben soll, wie das Unternehmen seine Verbindlichkeiten langfristig bedienen kann.
Unternehmenszahlen zeigen, dass der durchschnittliche Kaufpreis bei etwa 74.000 US-Dollar liegt. Das Dashboard deutet darauf hin, dass nach den Berechnungen des Unternehmens die Dividendenzahlungen über Jahrzehnte aufrechterhalten werden könnten, selbst wenn Bitcoin etwa zu den durchschnittlichen Kosten des Unternehmens gehandelt würde.
Marktrutsche testet Vertrauen
Nachdem Bitcoin im Oktober Höchststände von über 126.000 US-Dollar erreicht hatte fiel stark und fiel im frühen asiatischen Handel am 1. Dezember unter 86.000 US-Dollar und rutschte in einer einzigen Sitzung um bis zu 6 % ab.
Eilmeldung: Bitcoin fällt innerhalb von 2 Stunden um -4.000 US-Dollar, da wieder Massenliquidationen stattfinden.
In den letzten 60 Minuten wurden gehebelte Long-Positionen im Wert von 400 Millionen US-Dollar liquidiert. pic.twitter.com/qKB7MYJapu
– Der Kobeissi-Brief (@KobeissiLetter) 1. Dezember 2025
Auch andere Token fielen – Ethereum fiel im gleichen Zeitraum um mehr als 7 % auf etwa 2.800 $. Analysten verbinden den Ausverkauf mit einem größeren Ausmaß „Risikoscheu“-Stimmungwobei die Nervosität um die Inflation und die Politik der Zentralbanken risikoreiche Anlagen belastet.
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Positionierung der Strategie inmitten des Pullbacks
Strategy gab an, bereits früher unter Druck gestanden zu haben, als Bitcoin nahe der 90.000-Dollar-Marke gehandelt wurde, was seine Nasdaq-100-Mitgliedschaft kurzzeitig gefährdete. Dennoch legen die Unternehmensleiter weiterhin Wert auf einen langfristigen Ansatz beim Halten von Bitcoin.
Der jüngste öffentliche Hinweis aus den Kommentaren von Saylor und Le zu gemeinsamen Verkaufsrichtlinien signalisiert, dass Strategy die Tür für Käufe bei Abschwüngen offen hält und gleichzeitig klare Linien darüber vorgibt, wann ein Verkauf in Betracht gezogen werden sollte.
Die kommenden Wochen werden testen, ob diese grünen Punkte auf dem Tracker des Unternehmens erscheinen und ob die Marktbedingungen Großinhabern die Möglichkeit geben, ihre Positionen aufzustocken.
Ausgewähltes Bild von Unsplash, Diagramm von TradingView

