Es wird allgemein erwartet, dass die Reserve Bank of Australia (RBA) den Leitzins morgen unverändert bei 3,6 % belassen wird. Wir werden bei diesem Treffen keine Wirtschaftsprognosen erhalten, daher wird der Schwerpunkt auf der Erklärung und der Pressekonferenz liegen. Es wird erwartet, dass die Zentralbank vorsichtig bleibt und die Risiken rund um die Inflation anerkennt, ein restriktiver Kurswechsel ist jedoch ein Risiko.
STELLUNGNAHME
Die Aussage wird auf etwaige aggressive Tonänderungen untersucht. Die Zentralbank war angesichts des jüngsten Anstiegs der Inflation vorsichtig, da Hauser von der RBA sagte, dass zwei Drittel des VPI im dritten Quartal wahrscheinlich Lärm waren. Wenn sie sich stärker über die Inflation Sorgen machen, würde das zu einem restriktiveren Ton führen. Wenn sie offen sagen würden, dass sie keine weitere Zinssenkung sehen oder dass die Geldpolitik nicht mehr als restriktiv angesehen wird, wäre das ebenfalls ein restriktiver Kurswechsel.
PRESSEKONFERENZ
RBA-Gouverneur Bullock sprach letzte Woche vor dem Wirtschaftsgesetzgebungsausschuss des Senats. Die wichtigste Aussage ihrer Rede lautete: „Wenn der Inflationsdruck dauerhafter wäre, hätte das Auswirkungen auf den künftigen Kurs der Geldpolitik.“ Dies deutet eindeutig darauf hin, dass die RBA eine Zinserhöhung durchführen müsste, wenn die Inflation weiterhin positiv überrascht.
Bullock hat außerdem ihre Ansicht bekräftigt, dass ein Teil des jüngsten Inflationsanstiegs vorübergehender Natur sei und dass er vierteljährlich nachlassen werde. Jede deutliche Änderung des Tons in Richtung einer restriktiven Haltung würde die Offenheit der Zentralbank bestätigen, die Zinssätze anzuheben, falls die Inflationsdaten überraschend positiv ausfallen.
Das könnte dazu führen, dass Händler ihre Zinserhöhungserwartungen vorziehen. Der November-VPI wird am 7. Januar 2026 veröffentlicht, während der Q4-VPI für den 28. Januar 2026 geplant ist. Die nächste RBA-Sitzung findet am 4. Februar 2026 statt.
MARKTPREISE
- Dezemberschnitt: 0 % Wahrscheinlichkeit
- Zinserhöhung im Juni 2026: 50 % Wahrscheinlichkeit
- Zinserhöhung im August 2026: 100 % Wahrscheinlichkeit
- Gesamte Straffung bis 2026: 35 Basispunkte

