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M&G (LSE: MNG) ist einer der FTSE 100Meiner Meinung nach sind es die überzeugendsten Einkommensaktien. Seine Dividendenrendite ist bereits eine der höchsten im Index und sein Preis scheint extrem unterbewertet zu sein. Darüber hinaus dürften starke Gewinnwachstumsprognosen beide noch weiter nach oben treiben.
Diese Kombination aus Einkommen heute und Kapitalgewinnen morgen macht M&G meiner Meinung nach zu einer seltenen zweimotorigen Investition. Aber wie viel von dieser Chance übersieht der Markt noch?
Starker Gewinnwachstumstreiber
Der Motor für den Aktienkurs und die Dividenden eines jeden Unternehmens ist das Gewinnwachstum. Ein Risiko für den Investmentmanager M&G besteht in einem anhaltenden Abschwung an den Aktien- oder Anleihemärkten. Dies könnte das verwaltete Vermögen, die Gebühreneinnahmen und letztlich auch die Erträge verringern.
Dennoch gehen die Konsensanalysten davon aus, dass die Gewinne bis Ende 2027 um beachtliche 34 % pro Jahr steigen werden. Dies scheint durch die jüngsten Ergebnisse gestützt zu werden, die eine solide Dynamik sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn zeigten.
Die am 3. September veröffentlichten H1-Zahlen waren angepasst Betriebsgewinn vor Steuern (PBT) stieg auf 378 Mio. £. Unterdessen stiegen die Nettozuflüsse von einem Abfluss von 1,1 Mrd. £ im ersten Halbjahr 2024 auf 2,1 Mrd. £.
Dies wurde durch einen Anstieg des verwalteten Vermögens (AUM) im Berichtszeitraum von 346,1 Mrd. £ auf 354,6 Mrd. £ unterstützt. Während das Vermögensverwaltungsgeschäft von M&G wuchs, konnte das Kosten-Ertrags-Verhältnis von 77 % auf 75 % gesenkt werden.
Diese positiven Elemente zeigten sich auch in den am 19. März veröffentlichten Ergebnissen für 2024. Der bereinigte operative Gewinn vor Steuern stieg im Jahresvergleich um 5 % auf 837 Mio. £, was einen Anstieg von 19 % im Bereich Asset Management widerspiegelt.
Das Unternehmen ist außerdem zu einer progressiven Dividendenpolitik übergegangen, bei der erwartet wird, dass die Ausschüttungen mindestens im Einklang mit dem Gewinn pro Aktie steigen. Bei sinkenden Erträgen wird die Dividende nicht gekürzt.
Was bedeutet das für den Aktienkurs?
Der Kurs einer Aktie spiegelt ihren Wert selten genau wider – er kann sogar weit davon abweichen. Der Grund dafür ist, dass der Preis das ist, was der Markt zahlt, während der Wert die Fundamentaldaten des zugrunde liegenden Unternehmens widerspiegelt.
Daher ist die Kluft zwischen Preis und Wert oft der Ort, an dem Anleger langfristig große Kapitalgewinne erzielen können. Dies liegt daran, dass sich die Preise von Vermögenswerten im Laufe der Zeit im Allgemeinen ihrem „fairen Wert“ nähern.
Der diskontierter Cashflow Das Modell bestimmt den Preis, zu dem jede Aktie gehandelt werden sollte, basierend auf Cashflow-Prognosen für das zugrunde liegende Unternehmen. Diese spiegeln unter anderem auch das Gewinnwachstum wider.
Im Fall von M&G zeigt sich, dass die Aktien bei ihrem aktuellen Preis von 2,77 £ um 56 % unterbewertet sind. Daher beträgt ihr fairer Wert 6,30 £.
Wie viel Einkommen kann es generieren?
Die Dividende des Unternehmens für 2024 betrug 20,1 Pence, was einer aktuellen Rendite von 7,3 % entspricht, mehr als dem Doppelten des FTSE 100-Durchschnitts von 3,1 %. Basierend auf steigenden Gewinnen prognostizieren Analysten einen Anstieg, nämlich 7,8 % im nächsten Jahr und 8,1 % im Jahr 2027.
Natürlich können sich die Dividendenrenditen im Laufe der Zeit ändern, ebenso wie Aktienkursschwankungen und jährliche Dividendenzahlungen. Wenn ich jedoch nur die aktuelle Rendite von 7,3 % anwende, würde meine Beteiligung von 20.000 £ an der Firma nach 10 Jahren eine Dividende von 21.410 £ generieren. Dazu gehört auch die Reinvestition der Dividenden (Dividend Compounding).
Nach 30 Jahren würde dieser Betrag auf 157.523 £ steigen, während der Wert meiner Beteiligung 177.523 £ betragen würde. Und dies würde einen jährlichen Dividendenertrag von 12.959 £ generieren.
Angesichts dessen, des unterbewerteten Aktienkurses und der starken Gewinnwachstumsaussichten werde ich sehr bald weitere Aktien kaufen.

