Die wichtigsten Devisenkurse bewegten sich während der asiatischen Sitzung in verhaltenen Schwankungen, wobei die Märkte weitgehend die Zeit vor einer umfangreichen 24-Stunden-Serie von Zentralbankentscheidungen und Schlüsseldatenveröffentlichungen vermissen ließen. Die Volatilität war begrenzt und spiegelte eher Vorsicht als Überzeugung wider, da die Anleger von mehreren politischen Fronten auf Klarheit warten.
Der Yen verzeichnete eine leichte Underperformance. Der USD/JPY-Kurs stieg etwas höher auf etwa 150,80, trotz oder wohl gerade wegen der nur milden verbalen Intervention von Japans Chefkabinettssekretär Minoru Kihara, der sagte, die Behörden würden die Marktbewegungen, einschließlich der langfristigen Zinssätze, genau beobachten. Das Fehlen einer konkreten Warnung oder Eskalation wurde als Signal dafür gewertet, dass Tokio weiterhin mit der Yen-Schwäche unzufrieden ist, aber noch nicht bereit ist, zu handeln, was zu einer Abschwächung der Währung führen würde.
Regionale Aktien notierten größtenteils im Minus und folgten damit der sanften Stimmung an der Wall Street am Mittwoch, wo schwache Preisbewegungen die Stimmung belasteten und eine defensive Ausrichtung bei Risikoanlagen verstärkten.
Die ersten Daten kamen aus Neuseeland, wo das Wirtschaftswachstum im dritten Quartal positiv überraschte und die Prognosen der Reserve Bank of New Zealand übertraf. Der Aufschwung erfolgte auf breiter Basis, wobei die Investitionsausgaben besonders stark ausfielen, auch wenn der Konsum der privaten Haushalte etwas zurückblieb. Während die Daten darauf hindeuten, dass sich die Wirtschaft allmählich von der Bildfläche erholt, waren die Märkte nicht überzeugt. Die neuseeländischen Zinsen sanken leicht und der Kiwi-Dollar tendierte leicht, was die anhaltende Vorsicht hinsichtlich der Dauerhaftigkeit der Erholung und der kurzfristigen politischen Aussichten widerspiegelte.
In Washington hielt Präsident Trump eine Fernsehansprache aus dem Weißen Haus, die mehrere wirtschaftsbezogene Ankündigungen enthielt. Trump sagte, jeder US-Soldaten werde vor Weihnachten eine einmalige „Kriegerdividende“ in Höhe von 1.776 US-Dollar erhalten, eine Steuerübertragung im Wert von rund 2,5 Milliarden US-Dollar. Auch wenn dieser Schritt aus makroökonomischer Sicht bescheiden ist, bestärkt er die Erwartungen einer gezielten fiskalischen Unterstützung und der erneuten Nutzung direkter Barzahlungen. Trump sagte außerdem, er werde bald einen neuen Vorsitzenden der Federal Reserve ernennen, der deutlich niedrigere Zinssätze befürworte. Diese Bemerkungen dürften die Märkte vor Risiken für die Glaubwürdigkeit der Politik wachsam halten.
Der Rest des Donnerstags bringt ein volles Programm mit sich. Es wird erwartet, dass die Bank of England die Zinsen um 25 Basispunkte auf 3,75 % senkt, die EZB dürfte ihre Geldpolitik stabil halten und der US-Verbraucherpreisindex für November steht an. Die Aufmerksamkeit richtet sich dann auf Freitag, an dem die Bank of Japan voraussichtlich eine historische Zinserhöhung durchführen wird, auf 0,75 %, den höchsten Stand seit drei Jahrzehnten.
Asien-Pazifik-Aktien:
- Japan (Nikkei 225) -1,07 %
- Hongkong (Hang Seng) -0,44 %
- Shanghai Composite +0,16 %
- Australien (S&P/ASX 200) -0,07 %
Der Gouverneur der Bank of Japan, Ueda, wird morgen Geschichte schreiben.

