Der Schwerpunkt der Sitzung lag auf der politischen Entscheidung der Bank of Japan. Wie erwartet erhöhte die BoJ ihren kurzfristigen Leitzins um 25 Basispunkte von 0,5 % auf 0,75 % und lieferte damit genau das, was die Märkte eingepreist hatten.
Die Bank hatte bereits im Januar die Zinsen angehoben, und der heutige Schritt, der den Leitzins auf den höchsten Stand seit drei Jahrzehnten anhebt, ist die zweite Stütze für das Jahr. Zusammen bilden die Erhöhungen im Januar und Dezember das Jahr 2025 als das Jahr, in dem Japan sich entschieden von seiner ultralockeren Geldpolitik in der Vergangenheit verabschiedet hat, wenn auch vorsichtig.
Im Vorfeld der Ankündigung gab der Yen leicht nach, die Bewegungen hielten sich jedoch in Grenzen. Unmittelbar nach der Entscheidung war die erste Reaktion eine kurze, flache Phase der Yen-Stärke, bevor die Währung erneut schwächelte. Der USD/JPY kletterte über 156,10, bevor er in Richtung 155,85 zurückfiel, da die Liquidität abnahm und sich die Aufmerksamkeit eher auf die Prognose als auf die Erhöhung selbst richtete.
Die wichtigsten Erkenntnisse aus der BoJ-Erklärung waren bekannt, aber wichtig. Die politischen Entscheidungsträger betonten, dass die Realzinsen weiterhin deutlich negativ seien und dass die monetären Bedingungen trotz des höheren Leitzinses weiterhin akkommodierend seien. Die Entscheidung wurde einstimmig angenommen, obwohl die Erklärung unterschiedliche Ansichten über die Inflationsdynamik offenbarte.
Vorstandsmitglied Takata lehnte die Beschreibung der Inflationsaussichten ab und argumentierte, dass der VPI einschließlich der zugrunde liegenden Kennzahlen das Preisstabilitätsziel bereits weitgehend erreicht habe. Unabhängig davon erhob Vorstandsmitglied Tamura Einwände gegen die Formulierung zur zugrunde liegenden Inflation und sagte, dass diese ab der Mitte des Prognosezeitraums wahrscheinlich weitgehend mit dem Ziel übereinstimmen werde. Keines der Mitglieder widersprach der Tarifentscheidung offiziell.
Die Bank bekräftigte, dass sie den Leitzins weiter anheben werde, wenn sich die Wirtschaft und die Preise im Einklang mit den Prognosen entwickeln, und signalisierte damit eine bedingte Offenheit für eine weitere Straffung.
An den Zinsmärkten bleiben die Renditen japanischer Staatsanleihen hoch, wobei die 10-Jahres-Rendite den höchsten Stand seit Mai 2006 erreicht.
Andernorts waren die wichtigsten Devisenpaare gedämpft und wurden gegen Ende der Handelszeit weitgehend in einer Handelsspanne gehandelt.
Asien-Pazifik-Aktien übernahmen ihre Führung von einer verbesserten Wall Street:
- Japan (Nikkei 225) +1,14 %
- Hongkong (Hang Seng) +0,65 %
- Shanghai Composite +0,5 %
- Australien (S&P/ASX 200) +0,5 %
Als nächstes folgt die Pressekonferenz des Gouverneurs der Bank of Japan, Ueda, um 06:30 Uhr GMT / 01:30 Uhr US-Ostküstenzeit:

