- Unser nächster politischer Schritt ist nicht automatisch eine Zinserhöhung
- Zukünftige Entscheidungen sollen von Sitzung zu Sitzung getroffen werden
- Die Inflationsrisiken tendieren nun leicht nach unten
- Aber zum jetzigen Zeitpunkt sind wir nicht für präventive oder „Versicherungs“-Zinssenkungen
- Die Aussichten für Wachstum und Inflation im Euroraum bleiben äußerst ungewiss
- Grund dafür sind der gerade begonnene Handelskrieg und die geopolitischen Spannungen
- Die Geopolitik treibt nun direkt Inflation, Wachstum und Marktvolatilität an
Das Wichtigste, was alle Zentralbanken wollen, ist immer Flexibilität. Und das ist es, was Rehn versucht, den Märkten den Eindruck zu vermitteln, dass die EZB dies getan hat. Und aus heutiger Sicht ist die Markteinschätzung darüber, was die EZB als nächstes tun könnte, so neutral wie möglich Hier.
Händler kalkulieren für nächstes Jahr weder mit Zinssenkungen noch mit Zinserhöhungen. Die EZB hat die Dinge gut genug gemeistert, um am Rande zu bleiben, ohne die Markterwartungen zu verärgern.
Die Frage ist jedoch, ob sie das bis 2026 noch viel länger durchhalten können? Dies insbesondere, da in der größten Volkswirtschaft der Region, Deutschland, weiterhin Stagflationsrisiken bestehen. Wenn auch andere Volkswirtschaften zu gegebener Zeit einem ähnlichen Trend folgen, wird es ein schwieriger Balanceakt sein. Im Moment heißt es noch: Abwarten und Sehen.

