Der Ethereum-Preis scheint sich zu konsolidieren, nachdem monatelang die Hebelwirkung aus dem Markt verschwunden ist, was den Druck verringert, ohne bisher eine klare Richtung aufzuzeigen.
Zusammenfassung
- Das offene Interesse an Ethereum ist seit August um etwa 50 % gesunken, was auf weit verbreitete Positionsschließungen durch große Händler hindeutet.
- Das Verkaufsvolumen von Binance-Abnehmern ist auf den niedrigsten Stand seit Mai gesunken, was auf eine nachlassende Dringlichkeit auf der Verkäuferseite hindeutet.
- Die Grafik zeigt eine Seitwärtsbewegung unterhalb des wichtigen Widerstands, wobei die Käufer vorsichtig und die Verkäufer weniger aggressiv sind.
Ethereum handelt nach einem starken Rückgang der Hebelwirkung in einem ruhigeren Marktumfeld. Daten zeigen, dass das offene Interesse an den wichtigsten Börsen seit August zurückgegangen ist.
Laut einem Bericht vom 21. Dezember Post Auf X des Analyseunternehmens Alpharectal liegt das gesamte offene Interesse von Ethereum nun bei etwa 50 % seines Sommerhöchststands. Open Interest bezieht sich auf den Gesamtwert aktiver Futures und unbefristeter Kontrakte.
Wenn es steigt, baut sich eine Hebelwirkung auf. Wenn es fällt, schließen Händler ihre Positionen und das Risiko im System sinkt.
Binance hält derzeit mit rund 7,6 Milliarden US-Dollar den größten Anteil an ETH-Open Interest, gefolgt von Gate.io und HTX. Diese Änderung weist darauf hin, dass eine übermäßige Hebelwirkung den Markt nicht mehr belastet, was häufig die Möglichkeit abrupter Preisschwankungen aufgrund einer Liquidation verringert.
Während ein niedrigeres Open Interest in der Regel die kurzfristige Volatilität begrenzt, kann es auch die Voraussetzungen für eine spätere größere Bewegung schaffen. In vergangenen Zyklen kam es zu ähnlichen Rückschlägen entweder vor einem weiteren Abwärtstrend oder vor einer stabileren Erholungsphase.
Der Verkaufsdruck lässt nach, wenn die Hebelwirkung nachlässt
Weitere Daten stützen die Annahme, dass der Abwärtsdruck nachlässt. Ein 22. Dezember Analyse von CryptoQuant-Mitarbeiter CryptoOnchain zeigt, dass das Verkaufsvolumen von Ethereum-Abnehmern auf Binance auf den niedrigsten Stand seit Mai gesunken ist. Das Taker-Verkaufsvolumen misst, wie viel ETH zum Marktpreis verkauft wird, was aggressive Verkäufe widerspiegelt.
Es scheint, dass weniger Händler sich beeilen, ihre Positionen aufzulösen, da der 30-Tage-Durchschnitt auf etwa 6,3 Milliarden US-Dollar gesunken ist. Dies deutet darauf hin, dass die Verkäufer die Preisbewegung nicht mehr wie beim jüngsten Ausverkauf kontrollieren, es bedeutet jedoch nicht, dass die Käufer die Kontrolle übernommen haben.
So etwas aufstellen führt oft zu einer Preisstabilisierung und nicht zu einer sofortigen Erholung. Für einen stärkeren Aufwärtstrend müssten Käufer mit höherem Volumen und steigendem Open Interest zurückkehren.
Technische Analyse des Ethereum-Preises
Der Tages-Chart zeigt, dass der Ethereum-Preis klar im Stillstand steckt Abwärtstrendgekennzeichnet durch niedrigere Hochs und tiefere Tiefs. Nach einem starken Rückgang bewegte sich der Preis seitwärts und schwankte zwischen etwa 2.800 und 3.300 US-Dollar. Dieser Bereich scheint als Entscheidungszone zu fungieren.
Der kurzfristige gleitende Durchschnitt tendiert weiter nach unten und liegt über dem Preis, was den Druck auf jeden Aufschwung aufrechterhält. Versuche, wieder darüber zu klettern, sind bisher gescheitert.
Die Bollinger-Bänder, die sich während des Ausverkaufs ausgeweitet haben, verengen sich nun. Dies geschieht häufig, wenn die Volatilität nachlässt und der Markt vor der nächsten Bewegung innehält.
Die Volumendaten stimmen mit diesem Bild überein. Während des Zusammenbruchs kam es zu starken Verkäufen, aber die letzten Sitzungen zeigen ein geringeres und gemischtes Volumen. Die Verkäufer sind weniger aggressiv, doch die Käufer haben nicht mit Überzeugung eingegriffen.
Momentum-Indikatoren zeichnen ein ähnliches Bild. Nach einer Erholung von den überverkauften Niveaus liegt der Relative-Stärke-Index derzeit leicht unter 50. Dies bestätigt keine Trendwende, lässt aber eine kurze Erholung zu.
Längerfristige gleitende Durchschnitte sind immer noch stark negativ, während MACD und kurzfristige Momentumindikatoren eine leichte positive Tendenz aufweisen.
Ein Tagesschluss über dem gleitenden Durchschnitt in der Nähe des Bereichs von 3.300 bis 3.500 US-Dollar, gepaart mit einem höheren Volumen und einem RSI-Wert über 50, würde die bullischen Argumente verbessern. Auf der anderen Seite könnte ein klarer Durchbruch unter die Unterstützungszone von 2.800 bis 3.000 US-Dollar den Weg für einen weiteren Ausverkauf ebnen.

