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Investoren, die sich zum Kauf entschieden haben Alphabet (NASDAQ:GOOG) Aktien zu Beginn des Jahres 2025 haben sich unglaublich gut entwickelt. Die Aktie ist seit Anfang Januar um 61 % gestiegen.
Mit Blick auf das Jahr 2026 dürfte das Unternehmen in einer stärkeren Position sein als noch vor zwölf Monaten. Aber der steigende Aktienkurs scheint bei manchen Menschen den inneren Value-Investor zum Vorschein zu bringen.
Die Investitionsgleichung
Auf den ersten Blick sind Alphabet-Aktien deutlich weniger attraktiv als noch zu Jahresbeginn. Der Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV). Der Aktienkurs ist von 23 auf 30 gestiegen. Das bedeutet nicht, dass dies der Fall ist überbewertetaber es bedeutet, dass die Anleger hinsichtlich des zukünftigen Wachstums des Unternehmens viel optimistischer sind. Und das führt in der Regel zu einer weniger attraktiven Kaufgelegenheit.
Anleger könnten daher denken, dass die Zeit für den Kauf von Alphabet-Aktien vorbei sei. Aber das Unternehmen ist in einer stärkeren – meiner Meinung nach viel stärkeren – Position als zu Beginn des Jahres.
Bereits im Januar sah sich das Unternehmen mit einer Kartellklage wegen Aufrechterhaltung eines illegalen Monopols konfrontiert. Es war bereits für schuldig befunden worden und die Frage war, welche Konsequenzen dies haben würde. Mehrere Investoren waren der Meinung, dass nicht viel passieren würde, und haben Recht behalten. Das heißt aber nicht, dass das Risiko nicht real war oder dass es nicht ernst genommen werden sollte.
Diese Bedrohung ist vorerst vom Tisch und ein wichtiger Grund dafür, dass die Aktie höher notiert. Es gibt jedoch noch andere potenzielle Risiken, über die Anleger im Jahr 2026 nachdenken müssen.
KI-Kosten
Das Anlagethema des Jahres 2025 war künstliche Intelligenz (KI), und Alphabet stand dabei im Mittelpunkt. Das starke Wachstum von Google Cloud war eine weitere Kraft, die die Aktie nach oben trieb. Investoren beginnen jedoch, sich über die Rentabilität von KI zu wundern. Und das wirft für Alphabet im Zusammenhang mit der Führungsposition, die es im Jahr 2025 aufgebaut hat, zwei verschiedene Probleme auf.
Das erste sind die hohen Investitionen in KI-Rechenzentren. Ein Teil davon wurde mit Schulden finanziert und die Börse beginnt sich gerade zu fragen, ob das eine gute Idee ist.
Alphabet ist damit nicht allein – Amazonas Und Microsoft sind in einer ähnlichen Lage. Aber andere Unternehmen, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen, machen die Aktie nicht attraktiver.
Die zweite ist die KI-Suche. Gemini hat gegenüber ChatGPT die Nase vorn, aber Suchanfragen sind viel teurer als die herkömmliche Suche und das wirft Fragen zu den Gewinnspannen auf.
Keines der beiden Probleme dürfte das Unternehmen bis zum Jahr 2026 zum Kentern bringen. Aber beides sind Probleme, die Anleger im Kontext der aktuellen Bewertung der Aktie ernst nehmen müssen.
Risiken und Chancen
Es gibt immer Risiken, wenn es um Investitionen in Unternehmen geht, und Alphabet ist da keine Ausnahme. Für Anleger stellt sich die Frage, ob diese die potenziellen Erträge wert sind.
Ich glaube, dass die Börse Anfang Januar die potenzielle Bedrohung durch das Kartellverfahren des Unternehmens unterschätzt hat. Doch das Unternehmen ist weitgehend unbeschadet davongekommen.
Mit Blick auf die Zukunft besteht die nächste Herausforderung für Alphabet darin, KI-Investitionen in Gewinne umzuwandeln. Und bei einem KGV von 29 bin ich der Meinung, dass es attraktivere KI-Möglichkeiten gibt, die man in Betracht ziehen sollte.

