Der Gouverneur der Bank of Japan, Ueda, sprach am Donnerstag, dem 25. Dezember 2025, auf dem Treffen der Ratsmitglieder von Keidanren (Japan Business Federation) in Tokio. Der Titel der Rede, der ihren Inhalt widerspiegelt, lautete „Auf dem Weg zur Erreichung des Preisstabilitätsziels bei gleichzeitiger Lohnerhöhung“.
Zusammenfassung:
- Ueda sagte, die zugrunde liegende Inflation nähere sich stetig der 2-Prozent-Marke, unterstützt durch angespannte Arbeitsmärkte und ein verändertes Lohn-Preis-Verhalten.
- Da die Realzinsen immer noch sehr niedrig sind, ist die BOJ bereit, die Zinsen weiter anzuheben, wenn sich die Wirtschaftslage verbessert.
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Der Gouverneur der Bank of Japan, Kazuo Ueda, sagte, dass sich die zugrunde liegende Inflation in Japan weiterhin allmählich beschleunige und sich stetig dem 2-Prozent-Ziel der Zentralbank nähere, was die Argumente für weitere Zinserhöhungen bestärkt, wenn sich die Wirtschaftslage verbessert.
Im Gespräch mit der japanischen Wirtschaftslobby Keidanren sagte Ueda, dass die angespannten Arbeitsmarktbedingungen wahrscheinlich anhalten werden, sofern es nicht zu einem größeren wirtschaftlichen Schock kommt, der einen nachhaltigen Aufwärtsdruck auf die Löhne ausübt. Er wies darauf hin, dass irreversible strukturelle Faktoren, darunter der Rückgang der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter in Japan, die Hauptursachen für den anhaltenden Arbeitskräftemangel seien.
Ueda sagte, dass Unternehmen die höheren Arbeits- und Rohstoffkosten zunehmend weitergeben, nicht nur für Lebensmittel, sondern für eine breitere Palette von Waren und Dienstleistungen. Dies, so argumentierte er, sei ein Beweis dafür, dass in Japan endlich ein positiver Kreislauf eintritt, in dem Löhne und Preise gemeinsam steigen – eine Dynamik, die die Bank of Japan seit langem zu etablieren versucht.
„Angesichts der sich verschärfenden Arbeitsmarktbedingungen hat sich das Lohn- und Preissetzungsverhalten der Unternehmen in den letzten Jahren erheblich verändert“, sagte Ueda und fügte hinzu, dass das Erreichen des Inflationsziels von 2 % bei gleichzeitigem Lohnwachstum nun stetig näher rücke.
Da die Realzinsen immer noch stark negativ sind, bekräftigte Ueda, dass die BOJ weiterhin bereit sei, die Zinsen weiter anzuheben, wenn sich ihre Grundaussichten für die Wirtschaft und die Preise bewahrheiten. Er betonte, dass politische Anpassungen im Einklang mit der Wirtschafts- und Inflationsentwicklung kalibriert würden und nicht einem vorgegebenen Pfad folgen würden.
Die Anpassung des Grads der geldpolitischen Akkommodierung, sagte Ueda, werde es der Zentralbank ermöglichen, ihr Inflationsziel reibungslos zu erreichen und gleichzeitig ein nachhaltiges, langfristiges Wirtschaftswachstum zu unterstützen – was die Zuversicht signalisiert, dass Japans Abkehr von der ultralockeren Politik immer nachhaltiger wird.

