Wichtige Erkenntnisse:
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Bitcoin ist auf über 90.000 US-Dollar gestiegen, doch Optionsdaten zeigen, dass Händler mit Abwärtsrisiken nicht zufrieden sind.
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Die Abflüsse von Bitcoin-Spot-ETFs und die geringe Nachfrage nach Hebelwirkung deuten darauf hin, dass Anleger hinsichtlich kurzfristiger Gewinne vorsichtig bleiben.
Wirtschaftliche Unsicherheit begrenzt die Erholung des Bitcoin-Preises
Bitcoin (BTC) sprang am Samstag über 90.000 US-Dollar, was Händler zu der Frage veranlasste, ob die Dynamik ausreicht, um zum ersten Mal seit sieben Wochen wieder die 95.000-Dollar-Marke zu erreichen.
Obwohl der S&P 500 nur 1,3 % unter seinem Allzeithoch notierte, machten sich die Anleger zunehmend Sorgen über eine Verschlechterung der Wirtschaftslage, insbesondere nachdem der Elektrofahrzeughersteller Tesla (TSLA US) enttäuschende Umsätze meldete.
Die technologielastigen Nasdaq-Index-Futures konnten die 26.000-Marke nicht zurückerobern, da der Sektor weiterhin zwischen Optimismus in Bezug auf künstliche Intelligenz und Risiken im Zusammenhang mit schwächeren US-Arbeitsmarktdaten hin- und hergerissen ist.
Nach Laut Bloomberg erreichten die Gesamtauslieferungen von Tesla im vierten Quartal 418.227 Einheiten, ein Rückgang von 15 % gegenüber 495.570 im Vorjahr. Die Tesla-Aktien fielen am Freitag um 2,5 % und bleiben 12,2 % unter ihrem Allzeithoch.
Im Gegensatz dazu herrschte in China mäßiger Optimismus, nachdem die Aktien des chinesischen Technologieunternehmens Baidu (BIDU US) um 15 % zulegten. Das Unternehmen beantragte einen Börsengang bei der Hongkonger Börse, um seine Chip-Einheit für künstliche Intelligenz, Kunlunxin, auszugliedern.
Der Technologiesektor hat eindeutig die 20 %-Zuwächse der Nasdaq im Jahr 2025 gestützt, doch Händler befürchten, dass die Bewertungen übermäßig überzogen sind.
BTC erreicht Mehrwochenhochs, aber die Hebelwirkung bleibt cool
Die Nachfrage nach gehebelten bullischen BTC-Positionen blieb am Samstag unverändert, obwohl Bitcoin wieder auf den höchsten Stand seit dem 12. Dezember stieg.
Der Preis von Bitcoin blieb in den letzten 20 Tagen in einer relativ engen Spanne von 6 %, was die Anleger zunehmend verunsicherte, da sich der Ausbruch über den Widerstand weiterhin verzögert.

Der Basiszinssatz für Bitcoin-Futures lag am Freitag unter der neutralen Schwelle, was auf mangelndes Vertrauen der Bullen hindeutet.
Die derzeitige jährliche Prämie von 4 % gegenüber den Spotmärkten spiegelt die Befürchtungen der Händler wider, dass US-Importzölle die Gesamtwirtschaft belasten könnten. Positiv zu vermerken ist, dass der jüngste erneute Test der 85.000-Dollar-Marke am 19. Dezember nicht ausreichte, um eine breitere bärische Stimmung auszulösen.

Die mangelnde Nachfrage nach gehebelten bullischen Bitcoin-Positionen kann auch mit dem Verkaufsdruck bei börsengehandelten Bitcoin-Spotfonds (ETFs) zusammenhängen. Seit dem 15. Dezember haben diese Produkte einen Umsatz von mehr als 900 Millionen US-Dollar erzielt Nettoabflüsse.
Unterdessen verzeichneten Gold-ETFs sieben Wochen in Folge Nettozuflüsse, was möglicherweise auf ein schwächeres Vertrauen in das US-Wirtschaftswachstum angesichts zunehmender Sorgen über die Haushaltslage der Regierung hindeutet.
Die Skepsis hält sich in der Nähe von 90.000 US-Dollar, aber es herrscht keine Panik
Um festzustellen, ob Bitcoin-Wale und Market Maker nach dem Anstieg von 3,2 % über zwei Tage bullisch geworden sind, ist es notwendig, die Aktivität im Bitcoin-Markt zu untersuchen BTC-Optionsmarkt.

Bitcoin-Put-(Verkaufs-)Optionen wurden am Samstag mit einem Aufschlag gehandelt, da professionelle Händler eine höhere Entschädigung für das Preisabwärtsrisiko forderten.
Obwohl der Indikator im neutralen Bereich von -6 % bis +6 % bleibt, ist er noch weit davon entfernt, bullisch zu werden, was typischerweise durch eine umgekehrte Put-Call-Skew signalisiert wird. BTC-Derivate deuten auf anhaltende Skepsis in der Nähe der 90.000-Dollar-Marke hin, obwohl es eindeutig keine Anzeichen dafür gibt übermäßige Angst.
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Die Inflation bleibt ein großer Grund zur Sorge, da die US-Regierung Steueranreize einführen will die Wirtschaft ankurbeln. Laut CME rechnen die Anleihen-Futures-Märkte nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 16 %, dass die Zinssätze bis April auf 3,25 % oder weniger sinken werden FedWatch-Tool.
Derzeit erwarten Händler von Bitcoin-Derivaten keine weiteren Preissteigerungen, und das Vertrauen dürfte sich nach einer einmonatigen Konsolidierung in der Nähe von 89.000 US-Dollar langsam erholen.
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