Bildquelle: Getty Images
Der BT (LSE: BT.A) Der Aktienkurs hat seit den Tagen, als er das Gefühl hatte, dauerhaft auf der langsamen Spur festzustecken, einen langen Weg zurückgelegt. Jahrelang wurde es ignoriert, ungeliebt und abgeschrieben, bevor es plötzlich wieder zum Leben erwachte.
BT hat in den Jahren 2024 und 2025 richtig Fahrt aufgenommen. Allein im letzten Jahr stiegen die Aktien um 23 %, während sie über zwei Jahre hinweg um rund 50 % gestiegen sind, mit einigen hohen Dividenden. Hat dieser einst sterbende Telekommunikationsriese endlich die Wende geschafft?
Warum diese FTSE 100-Aktie Probleme hatte
Zu den langjährigen Problemen von BT gehörten ein steigender Schuldenberg, ein riesiges altes Rentensystem, kostspielige Abenteuer in der Sportübertragung und die atemberaubenden Kosten für die Einführung des Openreach-Glasfasernetzes. Wenn man den harten Wettbewerb und jahrelange strategische Abweichungen hinzufügt, ist es leicht zu erkennen, warum die Aktien so kränklich waren.
Was ist jetzt anders? Geschäftsführerin Alison Kirkby ist mit der klaren Vorgabe gekommen, Kosten zu senken, das Geschäft zu vereinfachen und sich auf das zu konzentrieren, was BT am besten kann. Die umfangreichste Investitionsphase in Openreach ist nun weitgehend abgeschlossen, was bedeutet, dass das Geld zurückfließen kann, anstatt es in den Boden zu stecken.
Schließlich ist BT davon überzeugt, dass Automatisierung und KI die Belegschaft drastisch verkleinern und BT zu einem stabileren, stabileren Unternehmen machen werden. Cash-Generativ Betrieb statt einer nie endenden Turnaround-Story. Aber wie bei allem, was mit KI zu tun hat, wissen wir es einfach noch nicht.
Ich bin beeindruckt von den Fortschritten, aber auch ein wenig beunruhigt. Aus Anlagesicht ließ sich das einfachste Geld wohl vor zwei oder drei Jahren verdienen, als die Aktien regelrecht bombardiert wurden. Damals lag das Kurs-Gewinn-Verhältnis bei etwa sechs oder sieben und die Dividendenrendite lag bei über 6 %. Die Risiken waren möglicherweise höher, aber auch die Chancen.
Bewertung trifft Realität
BT sieht nicht mehr unverschämt billig aus. Das voraussichtliche Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2026 liegt bei etwa 13,3. Die Prognose Dividendenrendite beträgt jetzt 4,5 %. Und es hat immer noch Schulden in Höhe von rund 20 Milliarden Pfund in der Bilanz. Das ist mehr als die Marktkapitalisierung von 17,7 Milliarden Pfund.
Operativ bleibt das Bild gemischt. Im November gab BT bekannt, dass das Unternehmen im zweiten Quartal 242.000 Breitbandkunden verloren hatte, da sich der Wettbewerb verschärfte und der Markt schwächer wurde. Das war enttäuschend. Positiv zu vermerken ist, dass die Nachfrage nach Openreach-Vollfaserkabeln mit 1,1 Mio. Nettozugängen im Halbjahr einen Rekordwert erreichte, wodurch sich die Gesamtzahl der angeschlossenen Räumlichkeiten auf 7,6 Mio. erhöhte. Der Konzernumsatz ging um 3 % auf 9,8 Mrd. £ zurück, was auf den Rückgang veralteter Sprachdienste, geringere Mobiltelefonverkäufe und schwächere internationale Aktivitäten zurückzuführen war.
BT ist sauberer, einfacher und fokussierter als je zuvor, agiert jedoch immer noch in einem schwierigen und überfüllten Markt. Was sagen also die Experten?
Prognosen von Brokern deuten darauf hin, dass die Aktien in den nächsten 12 Monaten um rund 9,5 % auf knapp 2 £ steigen könnten. Rechnet man die Dividende hinzu, könnte sich die Gesamtrendite auf 14 % belaufen. Das würde aus 10.000 £ ungefähr 11.400 £ machen.
Das ist absolut respektabel, aber nicht spektakulär. Langfristig denke ich, dass BT als solide Einkommenswachstumsaktie weiter auf dem Vormarsch sein dürfte. Anleger könnten über einen Kauf nachdenken, aber für echte Spannung und höhere Renditen sehe ich anderswo im FTSE 100 spannendere Möglichkeiten. Und auch höhere Renditen.

