Zusammenfassung:
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HSBC geht davon aus, dass der Goldpreis im ersten Halbjahr 2026 aufgrund geopolitischer Risiken und Schuldenrisiken 5.000 US-Dollar pro Unze erreichen wird
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Die Bank senkt die Durchschnittsprognose für 2026 leicht auf 4.587 USD/Unze
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Warnt vor einer tieferen Korrektur, wenn die Fed ihre Lockerung einstellt oder die Risiken nachlassen
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Der prognostizierte Bereich für 2026 liegt bei 3.950 bis 5.050 US-Dollar
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Längerfristige Prognosen für 2027, 2028 und 2029 angehoben
Laut HSBC könnte der Goldpreis im ersten Halbjahr 2026 auf bis zu 5.000 US-Dollar pro Unze steigen, was auf anhaltende geopolitische Risiken, eine erhöhte Staatsschuldenlast und die anhaltende Nachfrage der Anleger nach Schutz von Sachwerten zurückzuführen sei.
Gleichzeitig senkte die Bank jedoch ihre Prognose für den durchschnittlichen Goldpreis im Jahr 2026 und verwies auf das Risiko, dass solch starke Zuwächse letztlich den Grundstein für eine spätere Korrektur legen könnten. HSBC senkte seine durchschnittliche Goldprognose für 2026 von 4.600 $ auf 4.587 $/Unze und warnte gleichzeitig, dass die Volatilität das ganze Jahr über wahrscheinlich hoch bleiben wird.
Die Bank wies darauf hin, dass die kräftige Gold-Rallye auf Gegenwind stoßen könnte, wenn die geopolitischen Spannungen nachlassen oder wenn die US-Notenbank ihren Zinssenkungszyklus pausiert oder beendet, Bedingungen, die zu Gewinnmitnahmen und einem stärkeren Rückgang führen könnten. HSBC geht für 2026 von einer breiten Handelsspanne von 3.950 bis 5.050 US-Dollar pro Unze aus, was die ungewöhnlich große Streuung der möglichen Ergebnisse unterstreicht.
Trotz der kurzfristigen Vorsicht hob HSBC seine mittel- und längerfristigen Aussichten für Gold an und verwies auf strukturelle Treiber wie steigende Haushaltsdefizite, geopolitische Fragmentierung und die Diversifizierung der Zentralbanken weg von traditionellen Währungsreserven. Die Bank erhöhte ihre durchschnittliche Preisprognose für 2027 von 3.950 US-Dollar auf 4.625 US-Dollar und ihre Prognose für 2028 von 3.630 US-Dollar auf 4.700 US-Dollar, was die Erwartung widerspiegelt, dass die zugrunde liegende Nachfrage robust bleiben wird.
HSBC gab außerdem bekannt, dass der Preis für das Jahresende 2027 bei 4.600 US-Dollar liegen wird, und gab eine neue Durchschnittsprognose für 2029 von 4.775 US-Dollar bekannt, was darauf hindeutet, dass die Bank davon ausgeht, dass Gold auch über den aktuellen Zyklus hinaus ein erhöhtes Niveau halten wird.
Insgesamt unterstreicht der Ausblick einen Markt, der durch starkes Aufwärtspotenzial, aber steigendes Korrekturrisiko gekennzeichnet ist und dessen Preisbewegung zunehmend anfällig für Veränderungen in der Geopolitik, den geldpolitischen Erwartungen und der Anlegerpositionierung ist.

