Die langfristigen Bitcoin-Inhaber (LTHs) durchliefen im Jahr 2025 eine der aggressivsten Vertriebsphasen seit Beginn der Aufzeichnungen. Während das Ausmaß der Verkäufe den Markt erschütterte, deuten On-Chain-Datenanalysen darauf hin, dass dieser Druck nachlassen könnte, was möglicherweise die nächste Aufwärtsphase für den BTC-Preis ankündigt.
Wichtige Erkenntnisse:
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Langzeitinhaber verteilten im Jahr 2025 etwa 300 Milliarden US-Dollar an BTC, was einen historischen Angebotsrückgang darstellt.
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Starke LTH-Verkäufe fanden in der Nähe von Zyklusspitzen oder während struktureller Übergänge statt, nicht zu Beginn neuer Abwärtstrends.
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Da der Verkaufsdruck nachlässt, könnte die nächste Phase davon abhängen, wie früh sich das Angebot an langfristigen Inhabern stabilisiert.
Ein historischer Rückgang unterstützte die Volatilität von Bitcoin im Jahr 2025
Die Menge an Bitcoin (BTC), der mindestens zwei Jahre lang unbeweglich geblieben war, bewegte sich im Jahr 2025 stark auf der Kette. Bitcoin im Wert von fast 300 Milliarden US-Dollar, die über ein Jahr lang inaktiv gewesen war, gelangte wieder in Umlauf. Die 30 Tage vom 15. November bis 14. Dezember 2025 markierten eine der höchsten Ausschüttungsperioden für Langzeitinhaber seit mehr als fünf Jahren.
Seit 2019 ist das Angebot an Langzeithaltern (LTH) stark zurückgegangen habe selten erschien isoliert. Sie sind in Phasen aufgetaucht, in denen der Trend von Bitcoin bereits unter Druck stand, entweder kurz vor der Erschöpfung oder in einem Strukturwandel.
Im Jahr 2018 sank das LTH-Angebot von 13 Millionen auf 12 Millionen BTC, wobei die Verkaufsintensität ihren Höhepunkt erreichte, als die 30-Tage-Verteilung im Dezember 1,08 Millionen BTC erreichte. Zu diesem Zeitpunkt war Bitcoin bereits seit Monaten rückläufig. Der Preis erreichte im Februar 2019 seinen Tiefststand bei etwa 3.500 US-Dollar, bevor er sich stabilisierte und bis zur Jahresmitte auf 11.000 US-Dollar anstieg. Dies verdeutlicht, wie starke LTH-Verkäufe der Erholung vorausgehen könnten, anstatt ihr Ende zu markieren.
Der Zyklus 2020–2021 verlief anders. Das LTH-Angebot sank von 13,7 Millionen BTC auf 11,65 Millionen BTC, während der Bitcoin-Preis von 14.000 US-Dollar auf 61.000 US-Dollar stieg. Der 30-Tage-Ausschüttungshöchstwert von 891.000 BTC stoppte die Rallye nicht sofort.
Stattdessen hielt der Verkauf an, während die Preise stiegen, und ließ die Aufwärtsdynamik allmählich nach, bevor der Zyklus schließlich überschlug. Dies ist eine Erinnerung daran, dass die LTH-Verteilung die Expansion begleiten kann, bevor sie ihre Grenzen definiert.

Während des Bullenmarkts 2024–2025 ging das Angebot von 15,8 Millionen BTC auf 14,5 Millionen BTC zurück, wobei die 30-Tage-Verteilung ihren Höhepunkt bei 758.000 BTC erreichte. Anfang März erreichte der Preis einen leichten Höchststand, und beide Kennzahlen bewegten sich dann im zweiten bis dritten Quartal seitwärts, was ein bekanntes Muster bestätigt: Die Preisstärke lässt tendenziell nach, wenn Langzeitinhaber ihre Ausschüttung erhöhen.
Die letzte Phase Mitte bis Ende 2025 erwies sich als abrupter. Das LTH-Angebot erholte sich im Juni kurzzeitig auf 15,4 Millionen BTC, bevor es im Dezember auf 13,5 Millionen BTC einbrach, der stärkste Rückgang seit Beginn der Aufzeichnungen.
Im Oktober trat eine Preisschwäche auf, doch die meisten Verkäufe folgten später, mit dem größten 30-Tage-Verteilungshöchstwert aller Zeiten von 1,14 Millionen BTC im November. Diese Abfolge deutet eher auf eine Kapitulation als auf eine geordnete Gewinnmitnahme hin und markiert eher einen Neustart als eine Fortsetzung des vorherigen Trends.
Was die Verkaufspause signalisieren könnte
Seit Dezember ist das LTH-Angebot nicht mehr gesunken und liegt derzeit bei etwa 13,6 Millionen US-Dollar, während Bitcoin in eine Seitwärtsbewegung geraten ist. Eine zusätzliche Bestätigung ergibt sich aus dem Verhältnis des langfristigen/kurzfristigen Halterangebots.
Jedes Mal dieses Verhältnis has fallen Auf –0,5 oder darunter ist Bitcoin entweder in eine Basisbildungsphase eingetreten oder hat innerhalb weniger Wochen neue Höchststände erreicht. Im Dezember sank das Verhältnis auf etwa -0,53, woraufhin die Preisvolatilität abnahm und die Dynamik ins Stocken geriet, was eher einem Reset als einer Fortsetzung des Trends entspricht.

Daher hat diese Kombination aus aggressiver Verteilung und anschließender Angebotsstabilisierung in der Vergangenheit eher Übergangsphasen als eine Trendfortsetzung markiert. Wenn sich der Trend wiederholt, könnte die Konsolidierung von Q1 bis Q2 als Phase des Basisaufbaus dienen, wobei eine nachhaltige Erholung später, möglicherweise im dritten Quartal, wahrscheinlicher wird.
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