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Angesichts der von den jüngsten Höchstständen fallenden Zinssätze denke ich, dass Dividendenaktien im Jahr 2026 wieder in Mode sind. Zwei der größten Namen auf meiner eigenen Beobachtungsliste sind Lloyds (LSE: LLOY) Und GSK (LSE: GSK).
Bei beiden handelt es sich um große, stetige Dividendenzahler, deren Aktienkurse in letzter Zeit kräftig gestiegen sind, weshalb sie für Einkommensinvestoren einen genaueren Blick wert sind.
Lloyds-Aktien im Höhenflug
Lloyds hatte ein starkes Jahr. Seine Aktien notierten, wie ich am späten 9. Januar schreibe, bei etwa 100 Pence, nachdem sie in den letzten 12 Monaten einen Zuwachs von 85,5 % verzeichneten.
Höhere Zinssätze haben dazu beigetragen, dass das Unternehmen mehr mit Krediten verdiente, und die Bank teilte gerne einen Teil davon mit den Anlegern.
Trotz des starken Jahres bestehen weiterhin klare Risiken. Lloyds konzentriert sich im Vergleich zu globalen Bankenkollegen stark auf Großbritannien HSBC. Ein schwächerer Immobilienmarkt oder ein Anstieg der Forderungsausfälle könnten die Gewinne beeinträchtigen und Druck auf künftige Dividenden ausüben. Sinkende Zinssätze könnten auch Druck auf die Nettozinsspanne des Unternehmens ausüben, da sich der Wettbewerb um Kredite verschärft.
Auch wenn sich die Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Kfz-Finanzskandal teilweise gelegt hat, bleiben regulatorische Risiken eine allgegenwärtige Bedrohung in der Branche, die echte Auswirkungen auf künftige Auszahlungen haben kann.
Der erholende GSK nähert sich dem 52-Wochen-Hoch
GSK hatte ebenfalls einen starken Lauf. Die Aktien des Unternehmens wechseln für 1.882 Pence den Besitzer, was nicht weit von einem 52-Wochen-Hoch entfernt ist. Der Zuwachs von 39,4 % im letzten Monat wurde durch größeres Vertrauen in die Medikamentenpipeline und geringere Ängste vor Handelszöllen gestützt.
Neue Behandlungen, darunter vielversprechende Arbeiten in Bereichen wie Hepatitis B und Impfstoffe, tragen zum Aufbau einer soliden Pipeline bei. Das ist entscheidend für die Ertragsbasis des Unternehmens und zukünftige Dividenden.
Allerdings ist die Entwicklung von Medikamenten nie einfach. Versuche können scheitern, Aufsichtsbehörden können Nein sagen und das Unternehmen muss im Laufe des Jahrzehnts damit rechnen, dass die Patente einiger bestehender Produkte auslaufen.
Wenn neue Medikamente nicht wie geplant Fortschritte machen, könnte sich das Gewinn- und Dividendenwachstum verlangsamen und sich auf die Auszahlungen an die Anleger auswirken.
Bewertung
Für mich sieht Lloyds eher recht günstig als billig aus. Die des Unternehmens Preis-Buchwert-Verhältnis Das (P/B)-Verhältnis von 1,3 steht im Einklang mit HSBC (1,4) und NatWest (1,2), aber höher als Barclays (0,9). Ebenso auf a Dividendenrendite Basis liegt der Wert von 3,3 % auf dem Niveau der Vergleichsgruppe oder liegt leicht darunter.
GSK erzielt derzeit eine Rendite von rund 3,4 % bei a Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)-Verhältnis von 14,1. Das ist im Vergleich günstig AstraZeneca mit einem KGV von nahe 32, bleibt aber im Einklang mit dem breiteren Footsie-Durchschnitt.
Mein Urteil
Sowohl Lloyds als auch GSK scheinen klassische Dividendenaktien zu sein, die Anleger im Jahr 2026 genau im Auge behalten sollten. Sie kombinieren regelmäßige Erträge mit starken jüngsten Kursgewinnen und klaren Strategien, wenn auch in sehr unterschiedlichen Branchen.
Dennoch gibt es keine Garantie. Lloyds bleibt über die Leistung seines Kreditbestands an die Gesundheit der britischen Wirtschaft gebunden, während GSK seine Forschungs- und Entwicklungsbemühungen weiter vorantreiben muss.
Basierend auf klassischen Anlagekennzahlen halte ich keine dieser Aktien für unterbewertet. Es handelt sich jedoch um solide Dividendenaktien, die für Anleger, die im Jahr 2026 mehr Qualität und Rendite in ihre Portfolios bringen möchten, eine Überlegung wert sind.

