Der US-Dollar (USD) verlor am Montag etwas an Glanz, belastet durch erneute Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Fed, da die Anleger offenbar damit begonnen haben, in den kommenden Monaten eine (mehr?) gemäßigtere Geldpolitik der Fed vorherzusagen. Auch im Vorfeld der Veröffentlichung des wichtigsten US-VPI am Dienstag machte sich bei den Marktteilnehmern Vorsicht breit.
Das gibt es am Dienstag, 13. Januar, zu sehen:
Der US-Dollar-Index (DXY) geriet erneut unter Verkaufsdruck, hinterließ vier aufeinanderfolgende Tage mit Gewinnen und rutschte kurzzeitig in den Bereich von 98,70 zurück. Die Inflationsrate wird im Mittelpunkt stehen, unterstützt vom NFIB Business Optimism Index, dem ADP Employment Change Weekly, Verkauf neuer Häuserund der RCM/TIPP Economic Optimism Index. Darüber hinaus werden Williams, Musalem und Barkin von der Fed sprechen.
EUR/USD fand eine Erholung von seinem jüngsten steilen Rückgang und rückte bis an die Grenzen der 1,1700-Marke vor. Als nächstes wird im inländischen Kalender das deutsche BIP-Wachstum für das Gesamtjahr angezeigt, gefolgt von der Industrieproduktion und der Handelsbilanz im weiteren Euroland, allesamt am 15. Januar fällig.
GBP/USD stieg stark an, vor allem als Reaktion auf die erneute Schwäche, die dem Greenback schadete, und richtete seine Aufmerksamkeit wieder auf die Marke von 1,3500. Als nächstes erscheint der BRC Retail Sales Monitor auf der anderen Seite des Ärmelkanals.
Der USD/JPY setzte seinen Aufwärtstrend fort und überschritt erneut die Hürde von 158,00 angesichts der weitreichenden Verbesserung des Risikokomplexes. Die Ergebnisse der Girobilanz werden zusammen mit den Zahlen zur Bankkreditvergabe und der Eco Watchers-Umfrage veröffentlicht.
AUD/USD konnte einen Teil seiner jüngsten Schwäche beiseite legen und schaffte es, die wichtige Barriere von 0,6700 zurückzuerobern. Der Westpac Consumer Confidence Index wird als nächstes in Oz verfügbar sein.
Die WTI-Preise entwickelten sich zu Beginn der Woche aufgrund der Nervosität über mögliche Versorgungsunterbrechungen im Iran positiv, während die Händler weiterhin die Entwicklungen in Venezuela bewerteten.
Der Goldpreis stieg am Montag den dritten Tag in Folge und erreichte gleichzeitig ein Allzeithoch von rund 4.630 US-Dollar pro Feinunze. Der Anstieg des Edelmetalls war auf den erneuten Verkaufsdruck auf den Greenback und die Zunahme der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten zurückzuführen. Der Silberpreis folgte diesem Beispiel und überschritt zum ersten Mal in der Geschichte die Marke von 85,00 $ pro Unze.

