Wichtige Erkenntnisse:
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Der Verkauf von Bitcoin durch institutionelle Anleger ist daran erkennbar, dass die Bitcoin-ETFs in vier Handelssitzungen Nettoabflüsse in Höhe von 1,38 Milliarden US-Dollar verzeichnen.
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BTC-Futures-Daten zeigen einen neutralen Basiszinssatz von 5 %, deutlich unter dem 10 %-Niveau, das normalerweise einen echten bullischen Ausbruch definiert.
Bitcoin (BTC) Der Preis sprang am Montag kurzzeitig auf über 92.000 US-Dollar, nachdem die US-Bundesstaatsanwaltschaft eine strafrechtliche Untersuchung gegen den Vorsitzenden der US-Notenbank, Jerome Powell, eingeleitet hatte. Trotz des merkwürdigen Ergebnisses bleiben Bitcoin-Händler aufgrund der Abflüsse börsengehandelter Fonds und der schwachen Nachfrage nach bullisch gehebelten BTC-Positionen skeptisch.
Trotz der jüngsten Erholung ist Bitcoin seit Oktober 2025 immer noch um 23 % gesunken, während Gold und Silber im Jahr 2026 Allzeithochs erreichten. Diese Divergenz hat Händler zu der Frage veranlasst, ob das Narrativ des digitalen Wertaufbewahrungsmittels an Stärke verliert. Selbst wenn Bitcoin um weitere 14 % in Richtung 105.000 US-Dollar steigt, könnten die Anleger daher zögern, optimistisch zu werden, insbesondere da die Analysten weniger zuversichtlich sind, dass die USA in naher Zukunft weitere Konjunkturimpulse liefern werden.
Goldman Sachs rechnet nicht mehr mit einer Zinssenkung im März, zitieren hartnäckige Inflation und robuste Arbeitsmarktdaten trotz vorübergehender Abschwächungen. US-Präsident Donald Trump hat die Fed offen dafür kritisiert, dass sie die Zinsen erhöht hält, obwohl die Inflation in der zweiten Hälfte des Jahres 2025 über dem Ziel von 2 % blieb. Powells Amtszeit als Fed-Vorsitzender endet im April und öffnet die Tür für einen Nachfolger, der möglicherweise eher zu einer lockereren Geldpolitik neigt.
Gegen Powell wird ermittelt über das Gebäuderenovierungsprojekt der Fed, was Analysten zu der Frage veranlasste, ob die Unabhängigkeit der Zentralbank gefährdet sein könnte – ein Szenario, das alternative knappe Vermögenswerte wie Bitcoin begünstigen könnte. Powell sagte, die Aktion sollte im breiteren Kontext der Drohungen der Trump-Regierung gesehen werden.
Trotz großer Unternehmenskäufe hält Bitcoin die 94.000-Dollar-Marke nicht
Selbst als Bitcoin am Montag 91.000 US-Dollar zurückeroberte, zeigten die Händler laut BTC-Derivatedaten wenig Interesse an einer Aufwärtsbewegung.

Das Risikoprofil von Bitcoin scheint durch den Machtkampf zwischen der Fed und der Trump-Administration weitgehend unverändert zu sein, da die jährliche Prämie bzw. der Basiszinssatz der BTC-Futures in der Nähe neutraler bis pessimistischer 5 % blieb. Phasen optimistischer Stimmung sind typischerweise dadurch gekennzeichnet, dass BTC-Futures mit einem Aufschlag von 10 % oder mehr im Vergleich zu den Spotmärkten gehandelt werden.
Noch wichtiger ist, dass Bitcoin-Spot-ETFs verzeichnet wurden Nettoabflüsse in Höhe von 1,38 Milliarden US-Dollar an vier aufeinanderfolgenden Handelstagen. Noch besorgniserregender ist, dass Bitcoin im vergangenen Monat trotz Strategie (MSTR US) nicht in der Lage war, ein Niveau über 94.000 US-Dollar zu halten. Hinzu kommen 1,25 Milliarden US-Dollar Wert von BTC. Das von Michael Saylor geführte Unternehmen gab am Montag seinen größten Bitcoin-Kauf seit Juli 2025 bekannt.
Während Bitcoin als alternative Absicherung zum traditionellen Finanzsystem fungieren könnte, gibt es kaum Anzeichen dafür, dass sich eine Vertrauenskrise im US-Dollar entwickelt. Trotz des in den letzten drei Monaten des Jahres 2025 verzeichneten Haushaltsdefizits von 601 Milliarden US-Dollar haben die US-Staatsschulden ihren Investment-Grade-Status behalten. Unterdessen blieben die Renditen 5-jähriger Staatsanleihen in den letzten Monaten unter 3,8 %.

Hätten sich Händler auf einen bevorstehenden Wirtschaftsabschwung vorbereitet, wäre der US-Dollar gemessen am DXY-Index wahrscheinlich gegenüber einem Korb ausländischer Währungen schwächer geworden. Stattdessen erholte sich der US-Dollar-Stärkeindex von einem Tief von 96,7 Ende November 2025 auf 99. Daher gibt es trotz der starken Rallye der Edelmetalle derzeit keine eindeutigen Hinweise auf einen Abwertungshandel.
Letztendlich bleibt die Attraktivität von Bitcoin und Kryptowährungen gedämpft, was sich in den ETF-Flüssen und der gedämpften Nachfrage nach gehebelten BTC-Positionen widerspiegelt, was darauf hindeutet, dass die Wahrscheinlichkeit einer überraschenden Erholung in Richtung 105.000 US-Dollar in naher Zukunft relativ gering ist.
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