Wichtige Erkenntnisse:
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Der Anstieg von Bitcoin über die 97.000-Dollar-Marke lässt sich auf den Derivatemärkten nicht bestätigen, wobei die Optionsverzerrung Vorsicht vor einer anhaltenden Erholung signalisiert.
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Geopolitische Risiken, sinkende Staatsanleiherenditen und schwächelnde Aktien verstärken eine Risikoaversion, die das Aufwärtspotenzial von Bitcoin weiterhin begrenzt.
Bitcoin (BTC) Der Preis stieg auf den höchsten Stand seit mehr als 60 Tagen, nachdem er am Mittwoch einen Anstieg von 5,5 % verzeichnet hatte. Der Schritt folgte auf Zuflüsse in Höhe von 840 Millionen US-Dollar in börsengehandelte Spot-Bitcoin-Fonds (ETFs) am Montag und Dienstag. Sind angesichts des Aufwärtstrends von Bitcoin in naher Zukunft weitere Zuwächse in Richtung 105.000 US-Dollar wahrscheinlich?
Der Anstieg von Bitcoin in Richtung 97.000 US-Dollar steht im Gegensatz zur anhaltenden Schwäche des technologielastigen Nasdaq-Index, der es wiederholt nicht geschafft hat, das zuletzt Anfang November 2025 erreichte Niveau von 26.000 zu erreichen. Die Anlegerstimmung bleibt gemischt, da Bitcoin immer noch 23 % unter seinem Allzeithoch von 126.219 US-Dollar gehandelt wird, während die Gold- und Silberpreise im Jahr 2026 Rekordhochs erreichten, was ein stärkeres Interesse an traditionellen sicheren Anlagen signalisiert.

Professionelle Händler sind demnach noch nicht optimistisch BTC-Optionen Delta-Skew-Metrik, da Put-(Verkaufs-)Optionen weiterhin mit einem Aufschlag gehandelt werden. Der Delta-Skew der BTC-Optionen liegt derzeit bei 4 %, unverändert gegenüber der Woche zuvor, was auf eine stabile Risikowahrnehmung trotz der Rallye über 96.000 US-Dollar am Mittwoch hindeutet. Händler bleiben hinsichtlich nachhaltiger Gewinne über der 100.000-Dollar-Marke weiterhin skeptisch.
Der Aufwärtstrend von Bitcoin wird durch zunehmende gesellschaftspolitische Bedenken begrenzt
Wenn Wale und Marktmacher optimistisch werden, wird der Skew normalerweise negativ, was eine erhöhte Nachfrage nach neutralen bis bullischen Optionsstrategien widerspiegelt. Stattdessen wurden die Bitcoin-Bären überrascht, als der jüngste Preisanstieg innerhalb von zwei Tagen zu Liquidationen von gehebelten Short-(Verkaufs-)Positionen in Höhe von 370 Millionen US-Dollar führte, der höchsten Summe seit Oktober 2025.

Ein Teil des mangelnden Optimismus kann mit geopolitischen Spannungen zusammenhängen, nachdem Proteste im Iran zu militärischen Drohungen von US-Präsident Donald Trump führten, einschließlich eines möglichen zusätzlichen Importzolls von 25 % für Länder, „die Geschäfte mit der Islamischen Republik Iran machen“. Investoren befürchten, dass sich die Beziehungen der USA zu China und Indien verschlechtern könnten, wenn der Vorschlag umgesetzt wird.
Das Vertrauen der Anleger wurde auch durch die Absicht der Trump-Regierung, die Kontrolle über Grönland zu erlangen, unter Druck gesetzt. Trump hat argumentiert, dass das selbstverwaltete Territorium Dänemarks für die nationale Sicherheit der USA von entscheidender Bedeutung sei. Berichten zufolge hat der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius Dänemark Hilfe für den Fall einer feindlichen Machtübernahme angeboten. nach zu Politico.

Die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen fiel am Mittwoch auf 3,51 %, was darauf hindeutet, dass Händler niedrigere Renditen im Austausch für die Sicherheit staatlich gesicherter Anleihen akzeptieren. Dies ist besonders aufschlussreich, da der jüngste US-Verbraucherpreisinflationsindex (VPI) im Jahresvergleich bei 2,7 % lag und damit über dem Ziel der US-Notenbank lag. Ich wette
Warren Buffett, Vorsitzender und ehemaliger CEO von Berkshire Hathaway, angeblich warnte davor, dass die Unklarheit über die zukünftige Ausrichtung der künstlichen Intelligenz besorgniserregend sei. Angesichts dieser Vorsicht Berkshires Liquiditätslage stieg auf den Rekordwert von 381,7 Milliarden US-Dollar, gegenüber 170 Milliarden US-Dollar im Vorjahr.
Der Nasdaq-Index fiel um 1,6 %, während die Aktien von Oracle (ORCL US) um 5 % fielen, nachdem Anleihegläubiger eine Sammelklage eingereicht hatten, in der sie behaupteten, das Unternehmen habe es versäumt, die Notwendigkeit erheblicher zusätzlicher Schulden für den Ausbau seiner Infrastruktur für künstliche Intelligenz offenzulegen.
Da die Unsicherheit zunimmt, haben die Händler ihr Aktienengagement reduziert, was auf eine geringere Risikotoleranz hinweist, die auch den Appetit auf Kryptowährungen einschränkt.
Es bleibt unklar, ob Bitcoin seinen zweimonatigen Bärenmarkt endgültig beendet hat, aber Derivatedaten zeigen, dass Händler einer schnellen Erholung in Richtung 105.000 US-Dollar weiterhin äußerst skeptisch gegenüberstehen. Der Fokus der Anleger liegt vorerst weiterhin auf den umfassenderen gesellschaftspolitischen Risiken und darauf, ob die US-Notenbank das Wirtschaftswachstum unterstützen kann, ohne die Inflation wieder anzukurbeln.
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