Die guten Nachrichten für die US-Wirtschaft halten an, da die Industrieproduktion im Dezember um 0,4 % stieg und damit den Konsens von 0,1 % übertraf. Auch der Novemberwert stieg von +0,2 % auf +0,4 %.
Damit stieg die Kapazitätsauslastung von 76,0 % auf 76,3 %. Die Produktion im verarbeitenden Gewerbe stieg um 0,2 % gegenüber den erwarteten -0,2 %. Auch die Fertigungszahlen im November stiegen von +0,2 % auf +0,3 %.
Das sind Anzeichen dafür, dass die US-amerikanische Industriestrategie erste Früchte trägt, aber wenn man sie ausweitet, ist es noch ein weiter Weg. Die Produktion stieg im vierten Quartal auf Jahresbasis nur um 0,7 %, während die Kapazitätsauslastung 3,2 Prozentpunkte unter ihrem langfristigen Durchschnitt liegt.
Wenn man die Zahlen aufschlüsselt, ist der Anstieg der Industrieproduktion um 0,4 % im Dezember in erster Linie auf einen starken Anstieg der Versorger um 2,6 % zurückzuführen, der größtenteils durch einen Anstieg um 12,0 % bei Erdgas beeinflusst wurde, der wahrscheinlich nicht von Dauer sein wird. Die Produktion im verarbeitenden Gewerbe stieg ebenfalls um 0,2 %, unterstützt durch einen Anstieg von 0,3 % bei Verbrauchsgütern – insbesondere Nahrungsmittel, Getränke und Erdölprodukte. Die Produktion langlebiger Güter legte um 0,1 Prozent zu, wobei deutliche Zuwächse bei Primärmetallen (2,4 Prozent) und Luft- und Raumfahrtausrüstung (1,5 Prozent) Rückgänge bei Kraftfahrzeugen und Holzprodukten ausgleichen konnten.
Unter den Marktgruppen stiegen Konsumgüter um 0,7 Prozent, angetrieben durch Verbrauchsgüter, während Geschäftsausstattung aufgrund der Stärke bei Transport- und Industrieausrüstung um 0,8 Prozent zulegte. Diese Zuwächse überwogen einen Rückgang der Bergbauproduktion um 0,7 Prozent, so dass der Gesamtindex das Jahr 2,0 Prozent über dem Niveau von 2024 beendete.
Wenn man noch weiter herauszoomt, ist die US-Produktion in den letzten 20 Jahren trotz eines enormen Booms in der Ölförderung stagniert.

