Zusammenfassung:
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Preise für neue Häuser Rückgang um 0,4 % im Monatsvergleich, 2,7 % im Jahresvergleich im Dezember
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Jährlicher Rückgang am schnellsten seit fünf Monaten
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Die meisten Städte verzeichnen weiterhin Preisrückgänge
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Die Schwäche des Sekundärmarktes hält auf allen Ebenen an
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Immobilieninvestitionen und -verkäufe bleiben stark negativ
Chinas Immobiliendaten vom Dezember deuten auf einen hartnäckigen Immobilieneinbruch hin, der trotz politischer Unterstützung weiterhin das Vertrauen belastet.
Die Preise für Neubauimmobilien in China sind im Dezember erneut gesunken, was die Anzeichen dafür verstärkt, dass der anhaltende Immobilienabschwung des Landes trotz wiederholter politischer Bemühungen zur Stabilisierung des Sektors nach offiziellen Angaben weiterhin fest verankert ist.
Zahlen des National Bureau of Statistics zeigten, dass die Preise für Neubauimmobilien im Vergleich zum Vormonat um 0,4 % zurückgingen und damit dem Tempo des Rückgangs im November entsprachen. Im Jahresvergleich sanken die Preise um 2,7 %, was sich von einem jährlichen Rückgang um 2,4 % im November beschleunigte und den stärksten Rückgang seit fünf Monaten darstellte.
Die Daten unterstreichen den uneinheitlichen und fragilen Charakter der Erholung auf dem chinesischen Immobilienmarkt, der nach wie vor ein wesentlicher Faktor für das Vertrauen der privaten Haushalte und die allgemeine Wirtschaftsdynamik ist. Von den 70 vom NBS erfassten Städten verzeichneten nur sechs im Dezember Preiserhöhungen, während 58 Städte Rückgänge verzeichneten, was das Ausmaß der Schwäche verdeutlicht.
Auch die Bedingungen auf dem Sekundär- bzw. Weiterverkaufsmarkt verschlechterten sich weiter. Die Preise für Bestandsimmobilien fielen im Vergleich zum Vorjahr in Städten der ersten, zweiten und dritten Klasse schneller, was darauf hindeutet, dass der Preisdruck nicht auf Regionen der unteren Preisklasse beschränkt ist, sondern im gesamten städtischen China weiterhin weit verbreitet ist.
Ökonomen sagen, dass eine nachhaltige Erholung im Immobiliensektor angesichts der zentralen Rolle des Sektors für das Privatvermögen von entscheidender Bedeutung für die Verbesserung der Verbraucherstimmung wäre. Eine Stabilisierung der Preise könnte auch dazu beitragen, strukturelle Ungleichgewichte zwischen Angebot und Nachfrage abzubauen, die weiterhin das Wachstum belasten.
Separate offizielle Daten zeigen das Ausmaß des Abschwungs. Die Immobilieninvestitionen gingen im Jahr 2025 um 17,2 % zurück, während die Hausverkäufe nach Wohnfläche um 8,7 % zurückgingen, was das schwache Käufervertrauen und die vorsichtige Aktivität der Entwickler widerspiegelt.
In einem Neujahrsartikel beschrieb Qiushi, die Flaggschiffzeitschrift der Kommunistischen Partei, den Sektor als eine „tiefgreifende Anpassung“, bestand jedoch darauf, dass Immobilien weiterhin eine Säule der Wirtschaft mit Spielraum für Veränderungen seien. Der Artikel forderte „starke politische Maßnahmen“, um die Erwartungen zu stabilisieren.
Chinas Immobilienkrise begann Mitte 2021, nachdem gegen übermäßige Verschuldung vorgegangen wurde, was große Projektentwickler wie Country Garden und Evergrande in finanzielle Schieflage brachte. Die Regulierungsbehörden sagten letzte Woche, sie würden den normalen Betrieb von Programmen fördern, die die Finanzierung von ins Stocken geratenen Wohnprojekten beschleunigen sollen, obwohl die Märkte weiterhin skeptisch sind, ob die aktuellen Maßnahmen ausreichen, um den Rückgang umzukehren.

