Der neuseeländische Dollar wertete am Dienstag zum dritten Mal in Folge gegenüber einem schwächeren US-Dollar auf. Das Paar hat ein Niveau erreicht, das einige Pips unter dem Höchststand der letzten vier Monate liegt und im Bereich von 0,5850 liegt, wobei der US-Dollar aufgrund geopolitischer Spannungen und der unberechenbaren Handelspolitik von US-Präsident Trump ins Hintertreffen geraten ist
Investoren trennen sich von allen US-Vermögenswerten in einem „Sell America“-Handel, ähnlich dem, der auf den „Liberation Day“ im April folgte. Trump verschreckte die Investoren zusätzlich, indem er sich weigerte, eine Militäraktion zur Einnahme Grönlands auszuschließen, und seine Absicht bekräftigte, allen Ländern, die sich dagegen aussprechen, zusätzliche Abgaben aufzuerlegen.
US-Finanzminister Scot Bessent forderte Ruhe im angespannten Verhältnis zwischen den USA und der EU. Der dänische Wirtschaftsminister bekräftigte, dass Dänemark eine Verhandlungslösung wolle, dass es jedoch irgendwann eine Antwort geben müsse, wenn die Spannungen weiter eskalierten.
In Neuseeland verbesserte sich der BusinessNZ Performance of Services Index von 49,6 im November auf 51,1 im Dezember, kehrte nach fast einem Jahr auf das Expansionsniveau zurück und schloss die längste Schrumpfungsphase seit Beginn der Umfrage ab.
Darüber hinaus zeigten am Montag veröffentlichte Daten aus China, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt im vierten Quartal mit einer Jahresrate von 4,5 % gewachsen ist und damit unter den 4,8 % liegt. BIP Das im Vorquartal beobachtete Wachstum liegt jedoch über dem Marktkonsens von 4,4 %. Die Industrieproduktion übertraf mit einem Anstieg von 5,2 % im Dezember die Erwartungen, während Einzelhandelsumsätze und Immobilienpreise enttäuschten, was die schwache Dynamik des Immobiliensektors und der Inlandsnachfrage unterstreicht.
Häufig gestellte Fragen zum Neuseeland-Dollar
Der Neuseeländische Dollar (NZD), auch Kiwi genannt, ist unter Anlegern eine bekannte Handelswährung. Sein Wert wird weitgehend von der Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft und der Zentralbankpolitik des Landes bestimmt. Dennoch gibt es einige einzigartige Besonderheiten, die ebenfalls zu einer Bewegung des NZD führen können. Die Leistung der chinesischen Wirtschaft bewegt den Kiwi tendenziell, da China Neuseelands größter Handelspartner ist. Schlechte Nachrichten für die chinesische Wirtschaft bedeuten wahrscheinlich weniger neuseeländische Exporte in das Land, was sich negativ auf die Wirtschaft und damit auf die Währung auswirkt. Ein weiterer Faktor, der den NZD bewegt, sind die Milchpreise, da die Milchindustrie Neuseelands Hauptexport ist. Hohe Milchpreise steigern die Exporteinnahmen und tragen positiv zur Wirtschaft und damit zum NZD bei.
Ziel der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) ist es, mittelfristig eine Inflationsrate zwischen 1 % und 3 % zu erreichen und aufrechtzuerhalten, wobei der Schwerpunkt darauf liegt, sie nahe dem Mittelwert von 2 % zu halten. Zu diesem Zweck legt die Bank ein angemessenes Zinsniveau fest. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die RBNZ die Zinssätze erhöhen, um die Wirtschaft abzukühlen, aber dieser Schritt wird auch die Anleiherenditen erhöhen, was die Attraktivität für Anleger, im Land zu investieren, erhöht und somit den NZD ankurbelt. Im Gegenteil tendieren niedrigere Zinssätze dazu, den NZD zu schwächen. Die sogenannte Zinsdifferenz bzw. die Art und Weise, wie die Zinssätze in Neuseeland mit denen der US-Notenbank verglichen werden bzw. erwartet werden, kann ebenfalls eine Schlüsselrolle bei der Bewegung des NZD/USD-Paares spielen.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist für die Beurteilung der Wirtschaftslage von entscheidender Bedeutung und kann sich auf die Bewertung des Neuseeländischen Dollars (NZD) auswirken. Eine starke Wirtschaft, die auf hohem Wirtschaftswachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hohem Vertrauen basiert, ist gut für den NZD. Ein hohes Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu ermutigen, die Zinssätze zu erhöhen, wenn diese Wirtschaftskraft mit einer erhöhten Inflation einhergeht. Wenn die Wirtschaftsdaten hingegen schwach sind, dürfte der NZD an Wert verlieren.
Der Neuseeländische Dollar (NZD) steigt tendenziell in risikoreichen Zeiten oder wenn Anleger das Gefühl haben, dass die allgemeinen Marktrisiken gering sind, und sie hinsichtlich des Wachstums optimistisch sind. Dies führt tendenziell zu günstigeren Aussichten für Rohstoffe und sogenannte „Rohstoffwährungen“ wie den Kiwi. Umgekehrt neigt der NZD dazu, in Zeiten von Marktturbulenzen oder wirtschaftlicher Unsicherheit abzuschwächen, da Anleger dazu neigen, risikoreichere Vermögenswerte zu verkaufen und in die stabileren sicheren Häfen zu fliehen.

