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Ich habe Gutes von dem erwartet Barclays (LSE: BARC) Aktienkurs, aber damit hätte ich nie gerechnet. Der FTSE 100 Die Bank ist innerhalb von zwei Jahren um unglaubliche 242 % gestiegen. Und das trotz größerer wirtschaftlicher Unsicherheit und sinkender Zinssätze, die die Gewinne der Banken schmälern dürften, da die Spanne zwischen dem, was sie den Sparern zahlen, und dem, was sie den Kreditnehmern berechnen, kleiner wird.
Doch das hat den Barclays-Aktien keine Grenzen gesetzt. Die Rallye setzte sich im gesamten Jahr 2025 fort, wobei die Aktie in den letzten 12 Monaten nun um 67 % gestiegen ist, da die Bank unverändert glänzt. Wie lange kann dieser Sternlauf noch andauern?
Ich würde erwarten, dass Barclays-Aktien teurer aussehen. Das heutige Kurs-Gewinn-Verhältnis von 13,4 ist nicht gerade günstig, liegt aber unter dem durchschnittlichen KGV des FTSE 100, das derzeit bei etwa 18 liegt.
Erholung des FTSE 100-Sektors
Gleiches gilt für das Kurs-Buchwert-Verhältnis, das nun bei 1,08 liegt und damit nahe am Fair Value liegt. Rivalen Lloyds Banking Group Und NatWest werden mit KGVs von 1,3 bzw. 1,36 gehandelt, was sie etwas teurer macht. Auch hier gibt es nichts Besorgniserregendes.
Im Jahr 2023 lagen die KGVs der großen FTSE-100-Banken bei nur fünf oder sechs, und die KGVs lagen bei etwa 0,5. Sie waren echte Schnäppchen damals. Heute nicht so sehr.
Das Gewinnwachstum von Barclays war beeindruckend und stieg um 24 % von 6,56 Mrd. £ im Jahr 2023 auf 8,11 Mrd. £ im Jahr 2024. Der Gewinn pro Aktie stieg im gleichen Zeitraum um 11 % von 32,4 Pence auf 36 Pence. Die Anlegerstimmung scheint die tatsächlichen Zahlen zu übertreffen.
Barclays verfügt über Wachstumschancen im Ausland, insbesondere in den USA und im Nahen Osten, was im Vergleich zu Lloyds, das heute ein reines britisches Unternehmen ist, sowohl Spannung als auch Risiko mit sich bringt. Der Aktienkurs von Barclays fiel am 12. Januar, nachdem Donald Trump eine einjährige Obergrenze für Kreditkartenzinsen von 10 % vorgeschlagen hatte, ein Risiko, dem Lloyds nicht ausgesetzt ist.
Letztendlich könnte Lloyds an einer inländischen Wachstumsobergrenze stoßen, während Barclays die Freiheit hat, neue Gebiete ins Visier zu nehmen. Das bedeutet nicht, dass das eine besser ist als das andere, aber es ist etwas, das Anleger berücksichtigen müssen.
Wachstum und Rückkäufe
Die aktuelle Barclays-Rendite ist mit 1,75 % enttäuschend niedrig. Das liegt an zwei Dingen. Erstens der rasant steigende Aktienkurs. Zweitens konzentriert sich der Vorstand nun auf die Belohnung der Aktionäre durch Aktienrückkäufe. Was auch den Aktienkurs stützen dürfte.
Persönlich bevorzuge ich Dividenden, weshalb ich Lloyds halte, aber ich rümpfe nicht die Nase über einen schönen Rückkauf. Barclays ist dabei, bis Ende 2026 10 Milliarden Pfund an die Aktionäre zurückzuzahlen.
Kann Barclays also seinen Amoklauf fortsetzen? Die Weltwirtschaft floriert nicht gerade, Zölle geben Anlass zur Sorge, und a Börsencrash kann nie ausgeschlossen werden. Die Makler bleiben vorsichtig. Siebzehn Analysten geben einjährige Aktienkursprognosen ab und geben ein mittleres Ziel von 504,1 Pence an. Wenn das stimmt, ist das ein bescheidener Anstieg von 5,5 % gegenüber den heutigen 477,5 Pence. Was meine Vermutung bestätigt, dass die Aufregung zu Ende geht. Dreizehn von 20 Brokern empfehlen Barclays jedoch immer noch einen starken Kauf, nur zwei empfehlen „Verkaufen“.
Ich denke immer noch, dass Barclays auch heute noch eine Überlegung wert ist, allerdings nur mit einer langfristigen Perspektive. Der Anstieg des Aktienkurses wird voraussichtlich weniger stark ausfallen, die potenzielle Gesamtrendite bleibt jedoch verlockend.

