Schlüssel zum Mitnehmen:
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ETH steht unter Verkaufsdruck, da Liquidationen in Höhe von 480 Millionen US-Dollar und sinkende Netzwerkgebühren das Vertrauen der Anleger beeinträchtigen.
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Der negative Finanzierungssatz der ETH könnte bei einer möglichen Erholungsrallye eine Rolle spielen.
Äther (ETH) Der Preis erlebte eine dreitägige Korrektur von 13,8 % und testete am Mittwoch zum ersten Mal seit vier Wochen erneut die Unterstützung von 2.900 $. Die Bewegung folgte einem starken Rückgang auf dem gesamten Kryptowährungsmarkt, da Händler angesichts eines sich verschlechternden sozioökonomischen Umfelds risikoscheu wurden.
ETH eroberte die 3.000-Dollar-Marke zurück, nachdem US-Präsident Donald Trump die Erhöhung der Einfuhrzölle für verschiedene Länder der Europäischen Union abgesagt hatte. Händler befürchten jedoch einen weiteren Abwärtstrend nach einem zinsbullischen Leverage von 480 Millionen US-Dollar Positionen wurden aufgelöst in zwei Tagen.
Der Finanzierungssatz für ETH-Perpetual-Futures drehte am Mittwoch kurzzeitig ins Negative, was bedeutete, dass Leerverkäufer (Verkäufer) zahlen mussten, um ihre Positionen offen zu halten. Unter neutralen Umständen sollte dieser Indikator zwischen 6 % und 12 % liegen, wobei Long-Positionen (Käufer) für die Hebelwirkung zahlen. Dennoch ist mangelndes Vertrauen nicht unbedingt ein Zeichen von Baisse.
Händler befürchten, dass das institutionelle Interesse an Ethereum aufgrund der jüngsten Abflüsse aus börsengehandelten Ether-Spot-Fonds (ETFs) nachgelassen hat. Diese Anlageinstrumente halten derzeit ETH im Wert von über 17 Milliarden US-Dollar, was einen erheblichen Marktüberhang darstellt.

Der In den USA notierte Ether-ETFs verzeichnete am Freitag Nettoabflüsse in Höhe von 230 Millionen US-Dollar und kehrte damit den Trend der Vorwoche von durchschnittlichen Nettozuflüssen in Höhe von 96 Millionen US-Dollar um. Noch besorgniserregender ist, dass Unternehmen, die sich auf die Anhäufung von ETH als Reservestrategie konzentriert haben, mit hohen Bilanzverlusten konfrontiert sind, darunter Bitmine Immersion (BMNR US) und Sharplink (SBET US).
ETH-Händler zahlen mehr für den Schutz vor Kursverlusten: Haben die Bären das Sagen?
Um zu bestätigen, ob professionelle Händler pessimistisch geworden sind, sollte man die Nachfrage nach ETH-Optionen bewerten. Wenn Wale und Marktmacher einen weiteren Abwärtstrend befürchten, bewegt sich die Skew-Metrik auf über 8 %, da Put-(Verkaufs-)Optionen mit einem Aufschlag im Vergleich zu gleichwertigen Call-(Kauf-)Instrumenten gehandelt werden. Im Gegensatz dazu folgt auf bullische Märkte normalerweise ein Skew-Indikator unter -8 %.

Dem ETH-Options-Skew zufolge fordern Händler derzeit eine Prämie von 11 %, um das Abwärtsrisiko aufrechtzuerhalten, den höchsten Stand seit sieben Wochen. Der Indikator ist alles andere als ein Hinweis auf bärische Wetten, sondern spiegelt das Unbehagen der Händler wider, nachdem in den letzten 10 Wochen mehrfach der ETH-Preis bei 3.400 US-Dollar abgelehnt wurde, während die On-Chain-Kennzahlen des Ethereum-Netzwerks zurückgingen.

Laut Nansen sind die Ethereum-Netzwerkgebühren in der vergangenen Woche um 20 % gegenüber ihrem Basiswert gesunken. Unterdessen verzeichnete der Konkurrent Solana 36 % höhere Gebühren und die BNB-Kette kassierte 27 % höhere Gebühren. Noch wichtiger ist, dass Solanas Führungsposition beim Transaktionsvolumen weiterhin unbestritten ist, da die Summe der Ethereum-Basisschicht und der Skalierungslösungen innerhalb von sieben Tagen unter 570 Millionen lag.
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Der Weg von Ether, 3.400 US-Dollar zurückzugewinnen, hängt stark von der wirtschaftlichen Sichtbarkeit ab, zu der die Erträge aus der Infrastruktur für künstliche Intelligenz und die Lösung wirtschaftlicher und geopolitischer Konflikte gehören.
Angesichts der mangelnden Nachfrage nach gehebelten bullischen ETH-Positionen und des zunehmenden Wettbewerbs bei der dezentralen Anwendungsdatenverarbeitung bleiben die Chancen auf eine nachhaltige Preisrallye bei Ether in naher Zukunft gering.
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