Die neuseeländische Inflation lag im vierten Quartal leicht über dem Zielwert, was die Entscheidung der RBNZ bestärkte, weitere Zinssenkungen auszusetzen.
Zusammenfassung:
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Der Verbraucherpreisindex stieg im 4. Quartal um 0,6 % und erhöhte die jährliche Inflationsrate auf 3,1 %.
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Das Ergebnis übertraf die Erwartungen des Marktes und der RBNZ
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Zuwächse führten zu den inländischen Kosten, darunter Strom, Mieten und Tarife
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Die nicht handelbare Inflation blieb mit 3,5 % erhöht
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Die Daten unterstützen das Signal der RBNZ, dass der Lockerungszyklus zu Ende geht
Die neuseeländische Inflation zog im Dezemberquartal an, wodurch das jährliche Preiswachstum leicht über das Zielband der Zentralbank stieg und die jüngste Entscheidung der Reserve Bank bestärkt wurde, ein Ende ihres Lockerungszyklus anzukündigen. Daten von Statistics New Zealand zeigten, dass die Verbraucherpreise im Quartal um 0,6 % stiegen, was die jährliche Inflationsrate auf 3,1 % erhöhte. Beide Ergebnisse lagen geringfügig über den Markterwartungen.
Die Beschleunigung war größtenteils auf den inländischen Kostendruck und nicht auf die importierte Inflation zurückzuführen. Die Hauptursachen für den vierteljährlichen Anstieg waren die Strompreise, die kommunalen Abgaben und die Wohnungsmieten, was die anhaltend hohe Kostenstabilität der Haushalte unterstreicht. Während die Inflation deutlich unter ihrem Höchststand von 2022 bleibt, markierten die Daten einen weiteren sequenziellen Anstieg und verdeutlichten, dass die Desinflation in den letzten Quartalen ins Stocken geraten ist.
Das Ergebnis übertraf die Novemberprognose der Reserve Bank of New Zealand, die für das Quartal eine jährliche Inflationsrate von 2,7 % prognostiziert hatte. Bei diesem Treffen signalisierte die RBNZ, dass der Großteil der geldpolitischen Lockerung wahrscheinlich zu Ende gegangen sei, und verwies auf zaghafte Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung sowie auf eine Inflation, die am oberen Ende ihres Zielbereichs liege. Die Zentralbank hat seit August 2024 Zinssenkungen um 325 Basispunkte vorgenommen, darunter eine Senkung um 25 Basispunkte auf ihrer letzten Sitzung, wodurch der Leitzins auf 2,25 % angehoben wurde.
Ein wichtiger Schwerpunkt der Daten war die nicht handelbare Inflation, die jährlich um 3,5 % stieg. Bei der nicht handelbaren Inflation handelt es sich um Preise, die hauptsächlich von inländischen Faktoren wie Immobilien, Versorgungsleistungen, Gemeindetarifen und lokalen Dienstleistungen bestimmt werden, und nicht von globalen Lieferketten oder Wechselkursen. Es wird von der RBNZ genau beobachtet, da es ein klareres Signal für die anhaltende anhaltende Inflation und den Druck der Inlandsnachfrage liefert. Die erhöhte nicht handelbare Inflation deutet darauf hin, dass der Preisdruck weiterhin in der lokalen Wirtschaft verankert ist und es schwieriger wird, die Inflation nachhaltig wieder auf den Zielwert zu bringen.
Mit Blick auf die Zukunft stehen die politischen Entscheidungsträger vor einem komplexeren Hintergrund. Die globale Unsicherheit über die US-Handelspolitik und die anhaltenden geopolitischen Spannungen beeinflussen weiterhin die Inflationserwartungen, während nach der Ankündigung von Parlamentswahlen später in diesem Jahr auch die innenpolitische Dynamik in den Fokus rückt. Da die Inflation nun knapp über dem Zielwert liegt und sich der Druck im Kernland als hartnäckig erweist, bestärkt der jüngste CPI-Bericht die Argumente dafür, dass die RBNZ auf kurze Sicht fest auf Eis bleiben wird, da sie beurteilt, ob die Inflation wie erwartet wieder in Richtung 2 % sinken wird.

