Wichtige Erkenntnisse:
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Bitcoin-Marktdaten zeigen, dass professionelle Händler Risiken meiden und mehr zahlen, um sich vor einem Preisverfall zu schützen.
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Gold erreicht Rekordhöhen, aber Bitcoin bleibt stecken, da Anleger traditionelle sichere Häfen bevorzugen.
Bitcoin (BTC) stieg um 1,5 %, nachdem am Sonntag die 86.000-Dollar-Marke erneut getestet wurde, da Händler die Risiken einer Schließung der US-Bundesregierung bis Samstag abwägen. Diese Woche bringt mehrere wichtige Katalysatoren mit sich, darunter Gewinnberichte globaler Technologiegiganten und die geldpolitische Entscheidung der US-Notenbank am Mittwoch.
Trotz Gold erreicht RekordhöhenBitcoin-Händler bleiben weiterhin vorsichtig. Derivatekennzahlen deuten auf Skepsis hinsichtlich weiterer Gewinne hin; Die Nachfrage nach gehebelten bullischen Positionen ist schwach und professionelle Händler rechnen derzeit mit einer höheren Wahrscheinlichkeit eines negativen Preisausschlags auf den Optionsmärkten.
Die annualisierte BTC-Futures-Prämie (Basiszinssatz) lag am Montag bei 5 %. Dieses Niveau reicht kaum aus, um die längeren Abwicklungsfristen dieser Derivatekontrakte auszugleichen. Wenn Händler bullisch werden, springt dieser Indikator normalerweise über 10 %. Umgekehrt können Abwärtsphasen dazu führen, dass der Zinssatz negativ wird. Insgesamt blieb die Marktstimmung in den letzten zwei Wochen neutral bis pessimistisch.

Ebenso erreichte der Delta-Skew der BTC-Optionen am Montag 12 %. Dies deutet darauf hin, dass Put-(Verkaufs-)Optionen mit einem Aufschlag gehandelt werden, was auf eine starke Zurückhaltung der Händler gegenüber Abwärtsrisiken schließen lässt. In einem neutralen Markt schwankt dieser Indikator normalerweise zwischen -6 % und +6 %. Das letzte Mal, dass der Skew dieses Niveau erreichte, war am 1. Dezember, als Bitcoin innerhalb weniger Stunden von 91.500 $ auf 83.900 $ abstürzte.
Bitcoin bleibt zurück, da der Goldpreis aufgrund zunehmender Abwertungsängste in den USA steigt
Die rückläufige Dynamik von Bitcoin wird ausschließlich dem zugeschrieben Fiskalpolitische Pattsituation in den USA scheint kontraintuitiv, zumal der S&P 500 am Montag um 0,6 % gestiegen ist. Unterdessen stieg der Goldpreis zum ersten Mal in der Geschichte auf 5.100 US-Dollar. Diese Rallye hat Analysten zu der Frage veranlasst, ob sich ein „Abwertungshandel“ beschleunigt. Während der Wertverlust des US-Dollars gegenüber knappen Vermögenswerten ein häufiges Thema ist, spiegelt er derzeit einen breiteren Mangel an Vertrauen wider, der sich nicht unbedingt in unmittelbaren Gewinnen für Bitcoin niederschlägt.
Anleger sind zunehmend risikobewusster geworden, nachdem die Federal Reserve Bank of New York ein Potenzial signalisiert hat Rettung des japanischen Yen– eine Entwicklung, die es seit 1998 nicht mehr gegeben hat. Im vergangenen Jahr haben andere wichtige Fiat-Währungen den US-Dollar übertroffen, was US-Importe teurer machte und einen Aufwärtsdruck auf die Inflation ausübte. Sollte die Fed mit einer Intervention fortfahren, könnten Händler dies als eine verzweifelte Maßnahme zur Stabilisierung der globalen Märkte interpretieren.

Der US-Dollar-Stärkeindex (DXY) fiel am Montag zum ersten Mal seit vier Monaten unter 97, da Händler Schutz bei konkurrierenden Fiat-Währungen suchten.
Interessanterweise machen sich Anleger immer noch auf eine höhere US-Inflation gefasst, auch wenn die Renditen fünfjähriger US-Staatsanleihen mit 3,8 % über denen Europas und Japans liegen. Es wird immer offensichtlicher, dass die USA eine lockerere Geldpolitik verfolgen werden, insbesondere da die Amtszeit des Fed-Vorsitzenden Jerome Powell im April endet.
US-Präsident Donald Trump hat deutlich gemacht, dass Powells Nachfolger sich auf die Senkung der Leitzinsen der Fed konzentrieren muss. Ein solcher Schritt würde dem US-Finanzministerium mehr Spielraum verschaffen, indem er die Zinsaufwendungen senkt. Während eine expansivere Geldpolitik typischerweise den Aktienmarkt unterstützt, schafft sie nicht immer einen unmittelbaren oder direkten Anreiz für Bitcoin-Investitionen.
Sollten die Unternehmensgewinne großer Technologieunternehmen diese Woche überraschend positiv ausfallen, besteht möglicherweise noch weniger Anreiz für Anleger, in alternative knappe Vermögenswerte zu investieren. Letztendlich hängt der Weg von Bitcoin, die 93.000-Dollar-Marke zurückzuerobern, davon ab, dass professionelle Händler ihr Vertrauen zurückgewinnen. Diese Erholung könnte länger dauern als erwartet, da makroökonomische Veränderungen und die Gewinnsaison der Unternehmen diese Woche im Mittelpunkt stehen.
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